Unterhaching: Stroh-Engel auf Rekordkurs

Nur drei Angreifer trafen in Liga drei noch häufiger

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 21.09.2020 | 14:15
Dominik Stroh-Engel (m.) gegen Davy Frick und Jozo Stanic.

Dominik Stroh-Engel (.) durfte gegen Zwickau zum 65. Mal in der 3. Liga jubeln. ©imago images/foto2press

Im Fußball kann es bekanntlich oftmals schnell gehen, das bekam Dominik Stroh-Engel in den vergangenen Monaten in Unterhaching zu spüren. Ende Juni noch ein mögliches Opfer des Umbruchs im Sportpark, ist der 34-Jährige offenbar auch weiterhin bei der SpVgg eingeplant.

Nachdem Stephan Hain mehrere Monate fehlt, ist Stroh-Engel der einzig fitte Routinier in vorderster Front. Diese Routine legte er in den Strafstoß, den er zum zwischenzeitlichen 1:1 gegen den FSV Zwickau am Samstag nervenstark verwandelte. Mit diesem Treffer schloss der 34-Jährige zudem auch zu Manuel Schäffler auf.

Top-3 im Visier

65-Mal traf der mittlerweile in Nürnberg unter Vertrag stehende Angreifer in Liga drei für Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel, 65-Mal hat nun auch Stroh-Engel getroffen und liegt damit auf dem geteilten vierten Platz. Die Top-3 sind in Reichweite, nur noch zwei Treffer fehlen auf Zlatko Janjic.

Für Wehen Wiesbaden, Duisburg und Großaspach war der Angreifer 67-Mal erfolgreich, wird Platz drei aber nicht kampflos abtreten: Durch den Aufstieg mit Verl kann der 34-Jährige seine Ausbeute weiter nach oben schrauben und soll mit seiner Erfahrung und bereits unter Beweis gestellten Torgefahr ein wichtiges Puzzlestück beim Klassenerhalt des SC darstellen.

Joker auch gegen Lübeck?

Ob Stroh-Engel bereits am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den VfB Lübeck die Chance erhält, nachzulegen, ist aber noch offen. In Zwickau gab Trainer Arie van Lent Felix Schröter den Vorzug, Stroh-Engel stellte immerhin die erste Wahl für die Joker-Rolle dar. Der von Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München gekommene Patrick Hasenhüttl saß 90 Minuten auf der Bank.

Während Stroh-Engel in der ewigen Torjägerliste durchaus auch noch Platz zwei in Angriff nehmen kann – hier rangiert Marcel Ziemer mit 75 Treffern – dürfte die Spitzenposition auf absehbare Zeit nicht in Gefahr geraten. Mit 136 Toren liegt Anton Fink komfortabel in Führung.