Unterhaching: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Stefan Schimmer am Ball für die SpVgg Unterhaching.

Seit 21. Juni sind Stefan Schimmer und Co. in der Vorbereitung aktiv. ©Imago images/Eibner

Der SpVgg Unterhaching mangelt es nicht an Ideen. Das bewies der Münchner Vorstadtklub bereits in der Vergangenheit und auch aktuell. Durch einen Börsengang erhofft sich Haching bis zu 7,7 Millionen Euro, die in den Profi-Kader, das Nachwuchsleistungszentrum und das Stadion fließen sollen. Bis zur Saison 2021/22 soll so der Aufstieg gelingen. Doch was ist für die SpVgg in der kommenden Saison drin? Wir machen den Teamcheck und liefern am Ende eine Prognose.

Kader & Transfers

In der vergangenen Saison spielte sich Unterhaching äußerst erfolgreich durch die Hinrunde, zeigte starken Kombinationsfußball und redete dadurch ein Wörtchen um Rang drei mit. Von dieser Mannschaft verabschiedeten sich nur Leihspieler Finn Porath sowie Torhüter Lukas Königshofer, die restlichen Leistungsträger wie Sascha Bigalke, Lucas Hufnagel oder Alexander Winkler kicken weiterhin in der Vorstadt.

Dazu kommen quantitative Verstärkungen, die den dünnen Kader der Hachinger in der Breite verbessern, aber auch Qualität konnten Präsident Manni Schwabl und Co. anwerben. Ex-Löwe Moritz Heinrich, zuletzt in Diensten des SC Preußen Münster, bringt Drittliga-Erfahrung und Tempo für die linke Seite mit, für den defensiven Part verpflichtete die SpVgg mit Jannik Bandowski einen beim BVB bestens ausgebildeten Abwehrmann, der schon in der zweiten Liga für den VfL Bochum auf dem Feld stand.

Verzichten müssen Welzmüller und Co. allerdings noch auf einen ganz wichtigen Spieler: Stürmer Stephan Hain, der in den vergangenen beiden Drittliga-Spielzeiten insgesamt 31 Tore für die SpVgg erzielte, fällt mit einem Syndesmosebandriss weiterhin aus. Nach dem schnellen Abgang von Arne Naudts ist die SpVgg auf der Suche nach einem Stürmer, Alternativen für das zentrale Mittelfeld täten außerdem gut.

Die aktuelle Form

Haching testete bisher ausschließlich gegen unterklassige Gegner. Dabei gab es meist Kantersiege, gegen Regionalligist Ulm musste die Elf von Trainer Claus Schromm eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Grundsätzlich wechselte Schromm in den bisherigen Partien munter durch, weshalb die Ergebnisse nur bedingt Aussagekraft auf die aktuelle Form haben. Den Härtetest vor dem Drittliga-Start gibt es am 13. Juli, wenn die SpVgg auf Jahn Regensburg trifft.

Claus Schromm an der Seitenlinie

Geht in seine fünfte Saison in Folge als Cheftrainer bei der SpVgg: Claus Schromm. ©Imago images/foto2press

Stärken & Schwächen

Die SpVgg hat ein ruhiges Umfeld, Niederlagen wirken sich nicht so schnell negativ aus wie bei einigen anderen Drittligisten. Trainer Claus Schromm hat in den vergangenen beiden Spielzeiten bewiesen, dass er mit dieser Mannschaft einen Fußball spielen lassen kann, der attraktiv und erfolgreich zugleich ist.

Die Mannschaft blieb größtenteils zusammen und hat mit Sascha Bigalke einen Spieler in seinen Reihen der ein Spiel lenken kann. Von seinen genialen Momenten ist die SpVgg teilweise allerdings noch zu abhängig. Außerdem fehlt Bigalkes kongenialer Partner Stephan Hain.

Keine Mannschaft war in der letzten Saison zuhause so stabil wie Haching: Nur zehn Gegentore kassierte die SpVgg vor heimischem Publikum, während es auswärts satte 36 waren, was Ligahöchstwert darstellte.

Der Trainer

Claus Schromm schwingt seit 2015 bei den Profis der SpVgg das Zepter, nachdem er zuvor im Jugendbereich der Münchner Vorstädter sowie von 2012 bis Januar 2014 bereits als Cheftrainer tätig war. Schromm schaffte mit den Hachingern in der Saison 2016/17 souverän den Aufstieg in die dritte Liga und ließ seine Elf dabei wie auch in den vergangenen beiden Spielzeiten aktiv agieren.

Aktiv ist der 50-Jährige meist auch selbst und zwar an der Seitenlinie, wo Schromm Einsatzbereitschaft vorlebt. Er vertritt bestens die Philosophie des Vereins und scheut sich dementsprechend auch nicht, seine Stammelf mit jungen Spielern zu ergänzen – die es ihm regelmäßig – wie zum Beispiel Luca Marseiller – mit Leistung zurückzahlen.

Fazit & Prognose

Viel hat sich nicht geändert bei der SpVgg Unterhaching. Trainer und die meisten Leistungsträger sind geblieben, verstärkt haben sich die Münchner Vorstädter mit Bedacht. In einigen Mannschaftsteilen hat der Kader allerdings immer noch zu wenig Tiefe. Dass die SpVgg allerdings ein solches Verletzungspech ereilt, wie in der vergangenen Saison, ist unwahrscheinlich. Die Qualität reicht für einen vorderen Mittelfeldplatz.

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