Unterhaching: Van Lent sieht Fortschritte

SpVgg gegen Meppen in der Favoritenrolle?

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 10.10.2020 | 10:21
Arie van Lent von der SpVgg Unterhaching

Arie van Lent sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. ©Imago images/Passion2Press

Die SpVgg Unterhaching schien mit der Auftaktpleite gegen Zwickau schon den schlechten Lauf aus der vergangenen Rückrunde fortzusetzen, erarbeitete sie anschließend aber zwei 1:0-Erfolge und darf sich nun im zweiten Heimspiel der Saison gegen Meppen gleich mehrfach freuen.

Zum einen profitiert Unterhaching davon, nicht zur Stadt München zu gehören, sondern zum Landkreis. Damit sind die Corona-Inzidenz-Zahlen der Landeshauptstadt nicht maßgeblich. Während die Lokalrivalen 1860 München und Türkgücü heute ohne Fans ihre Partien im Grünwalder Stadion und im Olympiastadion bestreiten, dürfen in den Sportpark morgen 1.425 Zuschauer.

In der Favoritenrolle

Zum anderen herrscht auch Optimismus was das Sportliche angeht. Die Leistungsentwicklung findet bei Trainer Arie van Lent nämlich Gefallen. „Nicht nur von den Punkten, sondern auch vom Spielerischen her ist die Tendenz – finde ich – positiv“, so der Niederländer gegenüber dem „Merkur„.

Nun kommt mit dem SV Meppen auch noch ein Team, das mit zwei Niederlagen bei einem Sieg nicht ganz so gut aus den Startlöchern gekommen ist, die SpVgg ist also Favorit. Diese Rolle dachte der Sportdirektor des letzten Gegners Ingolstadt den Hachingern auch schon zu: Michael Henke rechnet mit Unterhaching in den Top-Fünf am Saisonende und erfuhr beim 0:1 seiner „Schanzer“ am eigenen Leib, dass seine Aussage nicht grundlos war.

In Meppen dürfte man dagegen aus dem Umstand Kraft schöpfen, dass die letzten fünf Duelle gegen Unterhaching nicht verloren wurden. Dennoch schreiben sich die Emsländer auf ihrer Homepage lieber den Außenseiterstatus zu. „Unterhaching hatte schon in den letzten Jahren einen spielstarken Kader. Uns erwartet ein guter Gegner, der durch die zwei Siege in Folge Selbstvertrauen getankt hat“, sagte SVM-Trainer Torsten Frings. Und gegnerisches Lob bewahrheitete sich ja bereits vergangene Woche.