VfB Lübeck: Deichmann nicht zu halten?

Vertrag des Leistungsträgers läuft aus

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 08.05.2020 | 13:25

Yannick Deichmann im Spiel gegen Lüneburg.

Lübecks Yannick Deichmann hat auch Drittligisten auf sich aufmerksam gemacht. ©imago images/Stefan Großmann

Bis zur Unterbrechung lag der VfB Lübeck auf Kurs in Richtung 3. Liga. Fünf Punkte Vorsprung auf die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg hat der Tabellenführer der Regionalliga Nord. Daran hat auch Yannick Deichmann großen Anteil.

Sieben Tore und zehn Vorlagen steuerte der 25-Jährige bislang zur erfolgreichen Saison bei, was auch eine Etage höher wahrgenommen wurde: Nach Informationen von Liga-Drei.de sind mehrere Klubs aus der 3. Liga am flexiblen Mittelfeldspieler interessiert.

Versetzung führt zur Leistungssteigerung

Ausgebildet in den Nachwuchsabteilungen des FC St. Pauli, HSV und BVB, sammelte der Rechtsfuß erste Erfahrungen in der zweiten Mannschafft der "Kiezkicker". Zudem stehen vier Zweitliga-Einsätze für den FCSP in der Spielzeit 2015/16 in seiner Vita.

In der Spielzeit 2016/17 nahm Deichmann einen ersten Anlauf in der 3. Liga, konnte sich damals beim VfR Aalen aber nicht nachhaltig durchsetzen und ging wieder zurück in die Regionalliga Nord. Dort entwickelte er sich beim VfB Lübeck vom reinen defensiven Mittelfeld- zu einem Verbindungsspieler, der auf der "Acht" offensiv in Erscheinung tritt.

In seinen bislang drei Spielzeiten an der Lohmühle scorte der gebürtige Hamburgers jeweils zweistellig. Mit den eingangs erwähnten sieben Treffern und zehn Assists spielt er nach erst 24 Spieltagen bereits seine persönlich beste Saison.

Lübeck würde ihn gerne halten

Entwicklungspotential dürfte in Anbetracht seines Alters aber noch ausreichend vorhanden sein. Der VfB würde seinen Leistungsträger wenig verwunderlich sehr gerne halten, wäre im Falle eines Abgangs aber machtlos: Deichmanns Vertrag läuft in diesem Sommer aus.

Dass dieser nach dem Schritt zurück in die Regionalliga vor rund drei Jahren einen erneuten Anlauf eine Klasse höher nehmen könnte, verwundert hingegen nicht. Da in den Regionalligen noch keine Entscheidung getroffen wurde, ob und wie es weitergeht, wäre ein Wechsel in die 3. Liga die Möglichkeit, sich unabhängig von den weiteren Entwicklungen persönlich für diese Klasse zu qualifizieren. Zumal Lübeck mit Wolfsburg II einen Kontrahenten hat, dessen erklärtes Ziel ebenfalls der Aufstieg ist.