VfL Osnabrück: Frust nach Derby-Remis

Ärger über verspielten Vorsprung

Frustriert vom verspielten Sieg: Osnabrücks Trainer Daniel Thioune

Durch späten Ausgleich verärgert: VfL-Coach Daniel Thioune © imago/osnapix

Das 2:2 im Derby gegen den SV Meppen hat beim VfL Osnabrück nur wenig Freude ausgelöst. Vielmehr herrschte an der Bremer Brücke aufgrund des Gäste-Ausgleichs in der Schlussphase trotz der fortgesetzten Erfolgsserie Unzufriedenheit über die liegen gelassenen Punkte.

In so einem Derby muss man alles reinhauen. (VfL-Coach Daniel Thioune)

Osnabrücks Trainer Daniel Thioune monierte denn auch offen Fehler bei der misslungenen Verteidigung des 2:1-Vorsprungs zu Beginn des letzten Spielabschnitts: „Da muss ich meiner Mannschaft einen Vorwurf machen: In so einem Derby vor diesem Publikum und mit Blick auf das Hinspiel muss man dann alles reinhauen“, zitierte die Neue Osnabrücker Zeitung aus der Analyse des Coaches.

Auch im Mannschaftskreis sorgte die verspielte Siegchance für schlechte Laune. Er sei „extrem frustriert“, gestand Tim Danneberg ehrlich ein. Angesichts von „Derbytime“, der „Bringschuld nach der Hinspielniederlage“ und des zwischenzeitlich gedrehten 0:1-Rückstands sei das Unentschieden „wirklich bitter“.

Durch Positivserie von Gefahrenzone abgesetzt

Etwas Trost spendete den Lila-Weißen der Blick auf die Tabelle. Durch ihren Zwischenspurt von mittlerweile fünf Spielen ohne Niederlage lag die Thioune-Elf nach Abpfiff wenigstens vorerst elf Punkte vor den Abstiegsplätzen – jene elf Zähler aus ihren letzten fünf Spielen eben.

Womöglich auch wegen der weiter gefestigten Position im Kampf um den Klassenhalt wollte Thioune den Stab auch nicht völlig über seine Mannschaft brechen. Seine Spieler hätten „brutal nach vorne gespielt und Meppen eingeschnürt“, konstatierte der Ex-Profi mit Blick auf manche Spielphasen.

Als insgesamt größtes Manko bezeichnete Thioune die eilweise mangelnde Effizienz: „Was fehlte, war das Tor.“