VfL Osnabrück: Standpauken nach Pokal-Blamage

Ärger über entgangene Zusatzeinnahmen

Ärger über Pokal-Aus: Osnabrücks Sportchef Benjamin Schmedes

Abrechnung mit Pokal-Versagern: VfL-Sportchef Benjamin Schmedes © imago/osnapix

Den Spielern des VfL Osnabrück müssen nach Pokal-Blamage noch die Ohren dröhnen. Trainer Daniel Thioune und besonders Sportchef Benjamin Schmedes jedenfalls machten ihrem Ärger über die blamable Halbfinal-Pleite im niedersächsischen Cup-Wettbewerb beim Regionalligisten SV Drochtersen (6:7 im Elfmeterschießen) und das Ende der Hoffnungen auf eine sechsstellige Zusatzeinnahme aus dem nächsten DFB-Pokal mit Standpauken lautstark Luft.

Das Prestige ist beschädigt. (VfL-Sportchef Benjamin Schmedes)

Durch Auftritte wie bei den viertklassigen Gastgebern verspiele man Kredit bei Fans und Sponsoren, sagte Schmedes in der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Das Prestige ist beschädigt, wir haben viel Geld verloren, und die Planung wird erschwert.“

Pokal-K.o. besonders finanziell schmerzhaft

Tatsächlich sind die Nachwirkungen des K.o. für Osnabrück vor allem finanziell schmerzhaft. Der Gewinn des Landespokals wäre für den VfL gleichbedeutend mit der Teilnahme am DFB-Pokal der kommenden Saison gewesen – und mit einer Garantieprämie alleine für die erste Runde von gut rund 150.000 Euro. Auf die Qualifikation für den DFB-Pokal über einen der ersten vier Liga-Plätze hatte Osnabrück schon lange keine Chancen mehr gehabt.

Von den drei Fehlschüssen im Elfmeter-Roulette in Drochtersen ärgerte Thioune vor allem die Fahrkarte von Ahmet Arslan. „Das war fahrlässig“, stempelte der Coach Arslan wegen Leichtsinnigkeit zu einem der Sündenböcke für die Pleite.

Schmedes verlangte von den Pokal-Versagern umgehend volle Konzentration auf die endgültige Sicherung des Klassenerhalts: „Wir müssen jetzt alles dafür tun.“

Osnabrück rangiert vor den letzten sechs Saisonspielen auf dem letzten Nichtabstiegsplatz. Der Vorsprung von Thiounes Mannschaft auf die Gefahrenzone beträgt allerdings schon neun Punkte. Für die Zeit nach einer erfolgreichen Bewältigung des Abstiegskampfes stellte Schmedes jedoch „eine schonungslose Analyse“ der enttäuschenden Saison bereits in Aussicht.

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