VfL Osnabrück: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Marc Heider beim Torjubel für den VfL Osnabrück

Der VfL will wieder öfter Grund zum Jubeln haben. ©Imago/foto2press

Osnabrück schloss die letzte Saison auf dem Platz über dem berühmten Strich ab. Zwar bestand nicht wirklich Abstiegsgefahr, weil durch die Insolvenzen von Chemnitz und Erfurt zwei Teams schon früh als designierte Absteiger feststanden, doch sportlich war man alles andere als zufrieden an der Bremer Brücke.

Die Zielsetzungen sind auf Grund der vergangenen Spielzeiten bescheiden geworden in Niedersachsen, doch vom Tabellenkeller will man sich möglichst weit entfernen. Was vom VfL zu erwarten ist, haben wir im Liga-Drei.de Teamcheck analysiert.

Kader & Transfers

Am schwersten wiegt wohl der Verlust von Leih-Keeper Marius Gersbeck, der aber zum Saisonfinale schon verletzt war. Für ihn kam erneut ein Hertha-Keeper per Leihe: Nils Körber hütete in der vergangenen Spielzeit das Tor des Lokalrivalen Preußen Münster.

Auch andere Leihspieler wie Außenverteidiger Marc Wachs, Stürmer Emmanuel Iyoha oder Verteidiger Stephen Sama wird man vermissen. Dafür wurden eine ganze Reihe auslaufender Verträge bewusst nicht verlängert. Das kam zumindest im Falle von Jules Reimerink eher überraschend. Der Außenstürmer zeichnete immerhin für sechs Tore und sieben Vorlagen verantwortlich.

Als Ersatz für links vorne kam aber dafür der Königstransfer: Manuel Farrona Pulido wurde ablösefrei von Fortuna Köln verpflichtet. Weitere gestandene Spieler wie Ulrich Taffertshofer, Maurice Trapp oder Felix Schiller sorgen für ein neues Gesicht der Mannschaft. Von den Talenten Anas Ouahim und Etienne Amenyido erwarten die Verantwortlichen ebenfalls viel.

Die aktuelle Form

Bis auf eine Niederlage gegen den belgischen Erstligisten Royal Antwerpen gab es bislang nur Siege in der Vorbereitung. Die meiste Aussagekraft haben dabei wohl die Tests gegen die Regionalligisten BVB II (2:1), RWO (2:1) und Jeddeloh II (5:1).

Die offensive Komponente stimmte in den Spielen schon oft, hinten zeigten sich noch Abstimmungsprobleme. Das kurze Trainingslager im nahen Ankum trug offenbar Früchte. Die Form scheint zu stimmen, bevor es am 1. Spieltag gegen die Würzburger Kickers zu Hause ernst wird.

Stärken & Schwächen

Nur die beiden Tabellenletzten hatten am Ende der Saison mehr Tore kassiert, als der VfL. Klar, dass hier der Hebel angesetzt wurde. Mit Felix Schiller und Maurice Trapp kamen nicht nur neue Innenverteidiger mit Drittliga-Erfahrung, sondern auch für die Position davor wurde mit Ulrich Taffertshofer ein starker Zweikämpfer geholt. So könnte die Problemzone zum Glanzstück werden.

Fragezeichen stehen eher hinter dem Sturm. Etienne Amenyido muss seine Klasse im Herrenbereich erst noch beweisen. Marcos Alvarez war mit acht Toren auch kein wirklicher Torjäger. Gefahr wird also auch aus dem Mittelfeld erzeugt werden müssen, wo mit Manuel Farrona Pulido und Marc Heider zumindest auf den Außenbahnen die Qualität dazu vorhanden ist.

Daniel Thioune beim Training des VfL Osnabrück

Daniel Thioune kann erstmals seine Vorstellungen von Beginn an umsetzen. ©Imago/Eibner

Der Trainer

Daniel Thioune hat als Mann mit Stallgeruch viel Kredit bekommen, als er im November den Trainerposten übernahm. Im April wurde sein Vertrag trotz der wenig berauschenden Saison verlängert, aber immerhin wurde die Klasse gesichert. Nun hat er erstmals Gelegenheit, mit einer von ihm gestalteten Truppe in das Spieljahr zu starten. Daran wird er sich im ambitionierten Osnabrücker Umfeld messen lassen müssen.

Die mögliche Startelf

Die favorisierte Formation von Daniel Thioune ist ein 4-2-3-1, in dem aus der Balleroberung heraus schnell umgeschaltet und möglichst direkt in die Spitze gespielt werden soll. Neuzugang Ulrich Taffertshofer dürfte darin vor der Abwehr gesetzt sein, Alexander Dercho ist ist als Linksverteidiger momentan alternativlos. Ansonsten sind auf vielen Positionen mehrere Lösungen denkbar.

Die voraussichtliche Startelf: Nils Körber – Konstantin Engel, Adam Susac, Maurice Trapp, Alexander Dercho – Ulrich Taffertshofer, David Blacha – Marc Heider, Tim Danneberg, Manuel Farrona Pulido – Etienne Amenyido

Fazit & Prognose

Osnabrück dürfte einen stärkeren Kader haben als in der letzten Saison. Vor allem die Defensive wurde gestärkt. Schafft die rundereneuerte Mannschaft es von Beginn an, die Spielidee von Daniel Thioune umzusetzen, sollte der Abstieg kein Thema sein.

Wir trauen dem VfL eine sorgenfrei Saison zu. Um mehr zu erreichen, fehlt dann aber doch die Breite im Kader.

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