VfL Osnabrück: Thioune hofft auf neuen Vertrag

Verstärkungen nicht um jeden Preis

Benjamin Schmedes, Sportdirektor in Osnabrück

Benjamin Schmedes sichtet als Sportdirektor aktuell den Transfermarkt. ©Imago/osnapix

Daniel Thioune hofft beim VfL Osnabrück außer auf den Klassenerhalt auch auf Beschäftigung als Cheftrainer nach dem Ende der laufenden Saison. Im Trainingslager der Niedersachsen im spanischen Isla Cristina präzisierte der 43-Jährige außerdem seine Vorstellungen von etwaigen Verstärkungen für den zweiten Saisonabschnitt.

Ich arbeite so, als wenn ich über den 1. Juli hinaus Trainer bin. (VfL-Coach Daniel Thioune zu seinen Ambitionen)

In einem Online-Leserchat der Neuen Osnabrücker Zeitung unterstrich Thioune seine Ambitionen auf eine längerfristige Fortsetzung seiner Tätigkeit bei den Lila-Weißen. Zwar sei noich nicht der Zeitpunkt für eine Klärung der Frage gekommen, aber „ich arbeite so, als wenn ich über den 1. Juli hinaus Trainer bin. Grundsätzlich spüre ich, dass das Interesse auf beiden Seiten besteht“, erklärte der Coach.

Seit drei Monaten in der Verantwortung

Thioune ist in Osnabrück seit drei Monaten im Amt. Der Ex-Spieler hatte Anfang Oktober zunächst interimsweise die Nachfolge von Vereinsikone Joe Enochs angetreten und später einen Vertrag bis Saisonende erhalten. Nach Anfangsschwierigkeiten führte Thioune den VfL zuletzt bis zur Winterpause durch acht Punkte aus vier Spielen ohne Niederlage aus der akuten Gefahrenzone heraus. Osnabrücks Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt momentan immerhin schon vier Punkte.

Für den Wiederbeginn des Liga-Betriebs am dritten Januar-Wochenende hat sich Thioune eine Verlängerung der Positivserie seines Teams und damit zusätzlichen Abstand zum Tabellenkeller vorgenommen: „Wenn uns das gelingt, werden wir uns zeitnah in anderen Tabellenregionen wiederfinden.“

Zur Verbesserung der entsprechenden Chancen hält Osnabrück derzeit noch Ausschau nach passenden Verstärkungen im Offensiv- wie im Defensivbereich – aber nicht zum Selbstzweck und auch nicht um jeden Preis. „Wir werden nur einen Spieler holen, von dem wir zu 100 Prozent überzeugt sind“, verdeutlichte Thioune seine Maxime: „Wenn dieser nicht gefunden werden kann, ist mir nicht bange, mit dem Personal in die Rückrunde zu gehen, das zur Verfügung steht.“

Teilweise konkretisierte der Coach auch seine Ansprüche an einen Zugang. Es sei von Bedeutung, „einen Spieler zu haben, der Tempo besitzt und auch einmal eine komplette Abwehr beschäftigen kann“, sagte Thioune.