VfL Osnabrück: Zwischenbilanz der Neuzugänge

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Marc Heider, Offensivmann des VfL Osnabrück.

Rückkehrer Marc Heider ist beim VfL Osnabrück unumstrittener Stammspieler. ©Imago

Elf Neue kamen im vergangenen Sommer an die Bremer Brücke, sieben von ihnen standen zuletzt regelmäßig in der Anfangsformation von Trainer Joe Enochs. Liga-Drei.de hat ihre Leistungen für Euch analysiert und sagt Euch, wer tatsächlich eine Verstärkung für den VfL Osnabrück ist und wer aktuell (noch) nicht!

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Marc Heider: Den Rückkehrer von Holstein Kiel bezeichnet Enochs gerne als „Traum für jeden Trainer“, da Heider auch im Training immer alles raushaut. Genauso ist es auf dem Platz: Der 30-Jährige ist ein unermüdlicher Kämpfer auf der rechten Außenbahn. Nur an seiner Torgefährlichkeit muss Heider noch arbeiten, denn bisher hat er erst einen Treffer erzielt.

Bastian Schulz: Seine Gelbsperre am 11. Spieltag wurde ihm zum Verhängnis. Bis dahin hatte Schulz immer von Beginn an auf dem Platz gestanden und als defensiver Mittelfeldspieler bereits 3-mal getroffen (2-mal per Elfmeter). Doch dann verlor er seinen Platz an Anthony Syhre, den er bis heute nicht wieder verdrängen konnte.

Ahmet Arslan: Vom offensiven Mittelfeldspieler hatte sich viele Fans aufgrund seiner Bilanz beim HSV II in den vergangenen Jahren eine Menge versprochen. Doch Arslan bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück: Nur 2-mal durfte er starten, fünf weitere Male kam er von der Bank. Eine direkte Torbeteiligung hat er noch nicht vorzuweisen.

Nazim Sangaré: Der 22-Jährige ist ausgebildeter Stürmer, beim VfL hat er nach der Gelbsperre von Schulz und den damit verbundenen Umstellungen seinen Platz als Rechtsverteidiger gefunden. Die vergangenen vier Spiele absolvierte er über die vollen 90 Minuten, seine große Stärke ist die Schnelligkeit.

Robert Kristo: 1,95 Meter misst der US-Amerikaner, der ebenfalls von den personellen Umstellungen und letztlich auch von der Verletzung von Halil Savran profitierte. Aktuell ist Kristo gesetzt, allerdings hat er erst einen Treffer auf dem Konto. Seine Chancenauswertung lässt noch zu wünschen übrig.

Jules Reimerink: Was für Heider auf der rechten Außenbahn gilt, gilt auch für sein Pendant auf links. Reimerink ist unheimlich lauffreudig, arbeitet viel nach hinten mit, setzt aber vorne auch einige offensive Akzente. Zwei Tore hat der Holländer bisher markiert. Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann vielleicht die zu wenigen Torvorlagen (erst ein Assist).

Marcel Appiah: Als Ersatz für den nach Würzburg abgewanderten David Pisot gekommen, musste Appiah mangels Alternativen zunächst als Rechtsverteidiger auflaufen. In den vergangenen Spielen hat man aber gemerkt, dass ihm die Position des Innenverteidigers deutlich besser liegt. Hier strahlt er neben Tobias Willers jede Menge Ruhe aus.

Kwasi Okyere Wriedt: Von allen nur „Otschi“ gerufen, ist Wriedt bisher die vielleicht größte Überraschung unter den Neuzugängen. Der Stürmer hat bislang kein Spiel verpasst, meistens stand er sogar in der Startelf der „Lila-Weißen“. Drei Tore und drei Vorlagen hat er bereits auf der Haben-Seite, es hapert allerdings noch an den technischen Fähigkeiten und der Chancenverwertung.

Bashkim Renneke: Zwischenzeitlich hatte der Neuzugang aus Großaspach mal einen Stammplatz inne, doch diesen verlor er nach den beiden Niederlagen gegen Chemnitz und Regensburg. Nun ist Renneke, der bisher ein Tor erzielte und einen Assist gab, als Joker gefragt.

Marius Gersbeck: Als Nachfolger des in der vergangenen Saison überragenden Marvin Schwäbe war klar, dass der 21-Jährige keinen leichten Stand haben würde. Gersbeck, der von Hertha BSC ausgeliehen ist, schwankt zwischen Genie und Wahnsinn. Sein Talent ist unverkennbar, allerdings hat er – gerade in der Strafraumbeherrschung – den einen oder anderen Aussetzer drin.

Mohamed El-Bouazzati: Der 19-Jährige wurde nach der schweren Verletzung von Kim Falkenberg kurzfristig als Ersatz-Rechtsverteidiger von Borussia Dortmund II ausgeliehen. Nach fünf Startelf-Einsätzen zu Saisonbeginn wurde er aus der Mannschaft genommen. Seither kam der Marokkaner in neun Partien nur auf neun Einsatzminuten.