VfR Aalen: Matthias Morys & sein Erfolgsgeheimnis

Warum klappt es beim Routinier derzeit so gut?

Matthias Morys vom VfR Aalen

Goalgetter: Matthias Morys traf zuletzt nach Belieben. ©Imago

Am Samstag gegen Meppen war es wieder so weit: Matthias Morys erzielte für seinen VfR Aalen das Tor zum 1:0, das letztlich zum Punktgewinn und dritten ungeschlagenen Spiel in Serie reichen sollte. Es war das zwölfte Saisontor und das sechste in den letzten fünf Spielen für den Angreifer. Der Anstieg der Trefferquote ist beachtlich, denn zwischen dem vierten und 17. Spieltag hatte Morys bis auf einen Doppelpack gegen Würzburg Ladehemmung.

Vollmann stellt um

Doch warum läuft es momentan wieder? Mit seinen 30 Jahren hat der gebürtige Stuttgarter zum einen genug mitgemacht, um sich von einer Flaute nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Dass nicht nur er persönlich, sondern das ganze Team aktuell so erfolgreich ist, hat auch seine Gründe in taktischen Veränderungen.

Zwar hatte Trainer Peter Vollmann sein System schon zuvor auf die Schnelligkeit seines Torjägers ausgerichtet. Morys hat nun aber eindeutig mehr Freiheiten, kann oft auf die Flügel ausweichen und dort seine Stärken besser einbringen. Das kommt ihm deutlich mehr entgegen, als in der Spitze mit dem Rücken zum Tor zu stehen, wo er weniger Tiefe in sein Spiel bringen kann.

Kongenialer Partner

Mit der Etablierung von Luca Schnellbacher als Stammkraft kommt Morys noch besser zur Geltung. Schnellbacher, der ebenfalls eine enorme Geschwindigkeit mitbringt, zieht die Aufmerksamkeit der Abwehrspieler auf sich. So verschafft er seinem erfahrenen Nebenmann Räume auf den Außenbahnen.

An den letzten fünf Treffern von Morys hatte Schnellbacher entscheidenden Anteil. Nicht nur holte er den Elfmeter gegen Meppen heraus und legte gegen Großaspach zweimal direkt für Morys auf, sondern auch der dritte Treffer gegen die SG sowie das Tor gegen Erfurt entsprangen seinen Aktionen. Seit dem 15. Spieltag stand das Duo Morys/Schnellbacher elf Mal in der Startelf, wobei es nur drei Niederlagen gab.

Vorbildlicher Teamgeist

Der starke Morys-Lauf, er wäre aber nicht möglich, ohne die Unterstützung der ganzen Mannschaft. Der VfR ist eine eingeschworene Truppe, die sicherlich gerade aufgrund des bevorstehenden Abschieds von Spielerversteher Peter Vollmann nochmal besonders motiviert ist, was die jüngsten Leistungen der ganzen Mannschaft beweisen.

Ob der Trend bei den Kickern von der Ostalb anhält, wird die kommende Woche in aller Deutlichkeit zeigen. Wegen der englischen Woche stehen drei Spiele in neun Tagen auf dem Programm. Besteht der VfR auch gegen die Kontrahenten aus Würzburg, Münster und Magdeburg, ist nach oben vielleicht sogar noch mehr drin.