Viktoria Köln: Defensive Automatismen fehlen

Auch im nächsten Spiel muss Dotchev umbauen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 14.11.2020 | 10:09
Sebastian Mielitz gibt Anweisungen.

Sebastian Mielitz fehlt nach seinem Platzverweis gegen Saabrücken mindestens eine Partie. ©imago images/Thomas Frey

Den Sprung auf einen Aufstiegsplatz hat Viktoria Köln verpasst, durch das 0:2 gegen Saarbrücken drohen die Höhenberger – bei Siegen der Konkurrenz an diesem Wochenende – vorerst etwas den Anschluss an die Plätze in Richtung zwei zu verlieren.Verloren hat die Viktoria auch Sebastian Mielitz, ein Urteil des DFB-Sportgerichts und damit auch die Länge seiner Ausfallzeit stehen nach seinem Platzverweis noch nicht fest.

„Wir haben momentan sehr, sehr häufig das Problem, dass wir die Viererkette immer wieder umstellen müssen, jetzt fehlt Mielitz“, war Trainer Pavel Dotchev am Mikrofon von Magenta Sport frustriert in Anbetracht des bereits vierten Platzverweises gegen seine Mannschaft und deren Folgen: „Wir müssen immer wieder improvisieren.“

Keine Konstanz in der Innenverteidigung

Automatismen können sich so nur schwerlich bilden, letztmals konnte Dotchev Anfang Oktober zwei Mal in Folge die gleiche Innenverteidigung aufbieten. Seitdem sind neben Sperren auch Verletzungen bzw. Krankheiten immer wieder ein Bremsklotz, den die Viktoria noch nicht über Bord werfen konnte.

Gegen Saarbrücken musste erneut mit Fabian Holthaus ein gelernter Außenverteidiger im Zentrum aushelfen, der mit Bernard Kyere allerdings einen neuen Nebenmann an die Seite gestellt bekam. Fehlende Abstimmung und damit fehlende Automatismen bestrafte Saarbrücken in diesem Spiel bekanntlich zwei Mal.

Volle Trainingswoche vor der Fahrt nach Unterhaching

Personelle Änderungen im kommenden Spiel gegen Unterhaching werden bereits durch den Platzverweis von Mielitz eintreten, Yannik Bangsow somit erneut zwischen den Pfosten stehen. Im Zentrum der Viererkette wird Dotchev zudem darauf hoffen, dass die etwas längere Pause den Rekonvaleszenten in die Karte spielt.

Nachdem am Freitag mit Dominik Lanius nur ein weiterer Innenverteidiger auf der Bank saß, dürfte die erst am Sonntag in einer Woche anstehende Partie in Haching den zuletzt fehlenden Maximilian Rossmann und Sead Hajrovic etwas mehr Zeit einräumen, wieder fit zu werden. Eine volle Trainingswoche wird auch vor dem Hintergrund hilfreich sein, als dass sie mehr Zeit für das Trainieren der zuletzt fehlenden Automatismen einräumt.