Viktoria Köln verpflichtet Marcel Risse

Stadtinterner Wechsel

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 19.08.2020 | 07:48
Marcel Risse beim 1. FC Köln

Marcel Risse wechselt auf die „Schäl Sick“. ©Imago images/Eibner

Update (19.08., 7:48 Uhr):
Am Dienstag Abend konnte Viktoria Köln Vollzug vermelden: Marcel Risse wird sich dem Drittligist anschließen und die kommende Saison auf Leihbasis an der „Schäl Sick“ auflaufen.

„Marcel Risse ist ein absoluter Teamplayer. Unabhängig von seinen großen sportlichen Qualitäten ist er keiner, der sich als etwas Besonderes sieht, sondern durch Leistung überzeugen will. Deshalb bin ich überzeugt, dass er charakterlich sehr gut zu uns passt und sich schnell integrieren wird. Daher ist die Freude, ihn für uns zu gewinnen, riesengroß“, erklärte Viktoria Sportlicher Leiter Marcus Steegmann.

(Ursprünglicher Artikel (18.08., 15:39 Uhr):
Die Gerüchte um einen innerkölschen Wechsel von Marcel Risse scheinen sich zu bewahrheiten. Wie der „Express“ berichtet, befindet sich der Offensivspieler des 1. FC Köln bei der Viktoria zum Medizincheck.

Demnach soll der Drittligist den Flügelspieler vom großen Nachbarn zunächst ausleihen. Beim „EffZeh“ hat Risse noch Vertrag bis 2022, durfte sich jedoch zuletzt mit Erlaubnis des Klubs nach einem anderen Verein umsehen.

Problemzone Knie

Der 30-Jährige war nach seiner Jugendzeit von Heimatklub Bayer Leverkusen an den 1. FC Nürnberg und Mainz 05 verliehen worden, das ihn schließlich fest verpflichtete. 2013 folgte der Wechsel nach Köln.

Bei den „Geißböcken“ war Risse zunächst drei Jahre Stammkraft, trug neun Tore zum Aufstieg 2014 bei und war auch im Oberhaus konstant. Ausgerechnet in der Saison 2015/16, als sich die Kölner für Europa qualifizierten, zog er sich einen Kreuzbandriss zu, im Jahr darauf machte ihm eine weitere Knieverletzung zu schaffen.

Nach dem Abstieg war der Rechtsfuß zunächst wieder gesetzt, verlor dann jedoch aus sportlichen Gründen seinen Platz in der Startformation. In der abgelaufenen Spielzeit blieb es beim Reservisten-Dasein, ehe erneute Knieprobleme für eine Zwangspause sorgten.

Die Viktoria wird daher beim Medizincheck genau hinsehen lassen, denn in der physischen 3. Liga dürfte es für den früheren Junioren-Nationalspieler kaum schonender zugehen.

Tipps für die Gewöhnung an die 3. Liga geben kann ihm dabei ein anderer Routinier: Mit Torjäger Albert Bunjaku spielte Risse einst beim 1. FC Nürnberg zusammen.