Viktoria Köln: Wunderlichs spezielle Rechnung

Zwei-Punkte-Marke als Ziel

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 28.10.2020 | 11:05
Mike Wunderlich bei Viktoria Köln

Gibt auf und neben dem Platz die Richtung vor: Mike Wunderlich. ©Imago images/foto2press

Der Dämpfer war ein Herber: Mit 1:5 ging Viktoria Köln beim FC Hansa Rostock an der Ostsee baden, nachdem die Dotchev-Elf in den vier Spielen zuvor nicht nur stets siegreich war, sondern dabei auch ohne Gegentor auskam. Die Niederlage gegen den FCH schmerzt deshalb nicht allzu sehr, vielmehr nimmt die Viktoria bereits einen „Dreier“ gegen den kommenden Gegner aus Lübeck ins Visier.

Gelänge ein Sieg, stünde sie bei 16 Punkten aus acht Spielen und Mittelfeldmann Mike Wunderlich rechnet auf der Vereinshomepage vor: „Das wäre ein Zwei-Punkte-Schnitt pro Spiel. Ich glaube, wenn wir diesen über die Saison halten, dann kann man auf einem guten Tabellenplatz in der oberen Hälfte landen.“

Illustre Gesellschaft

Genauer gesagt wäre der angestrebte Zwei-Punkte-Schnitt fast eine Garantie für den Aufstieg. Der letztjährige Meister FC Bayern II kam auf einen Punkte-Schnitt von 1,71, der Ligaprimus in der Saison 2018/19 hieß VfL Osnabrück und er holte genau die Marke von im Schnitt zwei Punkten pro Partie. Seit der Einführung der eingleisigen dritten Liga hat nur in den Spielzeiten 2013/14 und 2017/18 ein derartiger Schnitt nicht für den direkten Aufstieg gereicht.

Sicherlich ist dies auch Wunderlich bewusst, weshalb er ein durchaus ambitioniertes Ziel ausgibt. Erreicht werden soll die magische Marke gegen den VfB Lübeck, der am Freitag im Sportpark Höhenberg zu Gast ist. Voraussichtlich wird die Partie wieder als Geisterspiel ausgetragen, also 0 Zuschauer, statt der 7.500 Fans, vor denen Wunderlich und Co. zuletzt im Ostseestadion aufliefen.

Unliebsame Geisterspiele

Die unterschiedlichen Zuschauerzahlen können für „den einen oder anderen Verein ein Wettbewerbsvorteil sein“, so Wunderlich, „einerseits bezüglich der Unterstützung und andererseits aus finanzieller Sicht“

Gegen Lübeck ist Stille von den Rängen allerdings vielleicht gar nicht so nachteilig. Die Hansestädter traten bislang dreimal auswärts an, dreimal hatten sie dabei ein Geisterspiel und dreimal stand am Ende eine Niederlage zu Buche.