Vorgestellt: Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena

Trainer, Kader & Fans

René Klingbeil vom FC Carl Zeiss Jena beim Spielaufbau

René Klingbeil schaffte mit Carl Zeiss Jena den Aufstieg in die dritte Liga. ©Imago/Picture Point

Nach fünf Jahren in der Regionalliga ist der Traditionsverein aus Jena zurück im Profi-Fußball. Im Hexenkessel Ernst-Abbe-Sportfeld machte der FCC den Aufstieg in der Relegation gegen Viktoria Köln perfekt. Wir haben ein paar Infos über den Ersten der ewigen Tabelle der DDR-Oberliga zusammen getragen.

Der Trainer:
Das Jenaer Urgestein Mark Zimmermann wurde vor der Saison vom A-Jugend Coach zum Cheftrainer befördert. Der 43-jährige machte zwischen 1992 und 98 sowie 2004 und 2008 177 Spiele für Carl Zeiss in der zweiten und dritten Liga. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere wurde Zimmermann zunächst Co-Trainer der ersten Mannschaft und betreute ab 2011 die U19 des Vereins.

Mit der Beförderung Zimmermanns zum Cheftrainer setzten die Verantwortlichen in Jena bewusst auf die Jugend. Denn der gebürtige Bad Salzunger kennt die Talente aus dem Verein genau und weiß, wie er sie weiterentwickeln kann. Gleich im ersten Jahr schaffte Zimmermann mit einer Mischung aus entwicklungsfähigen und erfahrenen Spielern mit erfrischendem Offensivfußball den Aufstieg in die dritte Liga; sein bisher größter Erfolg als Trainer.

Der Kader:
Neben den angesprochenen Talenten und Identifikationsfiguren wie René Eckardt oder Manfred Starke, verpflichtete Jena im Sommer Spieler, die auch auf längere Sicht eine Verstärkung für den Kader darstellen. Vom MSV Duisburg kam Rechtsverteidiger Matthias Kühne, der bereits die Erfahrung von 97 Drittliga-Spielen vorzuweisen hat. Einen echten Transfercoup landete der FC Carl Zeiss mit der Verpflichtung von Timmy Thiele vom englischen Zweitligisten Burton Albion. Der Stürmer glänzte in dieser Saison mit 14 Toren und 11 Vorlagen in 31 Spielen.

Im zentralen Mittelfeld herrscht bei Jena endlich Konstanz, ein weiterer Grund für den Aufstieg der Blau-Gelb-Weißen. Niclas Erlbeck und Sören Eismann spielen seit zwei Jahren fast durchgehend Seite an Seite und bilden ein dynamisches Mittelfeld-Duo.

In der Abwehr dirigiert der Erfahrene René Klingbeil, der 50 Bundesliga- und 149 Zweitliga-Spiele auf dem Buckel hat. Sein Vertrag läuft allerdings im Sommer aus. Ob er noch ein Jahr dran hängt, ließ er im Interview mit Liga-Drei.de offen.

Die Fans:
Wer das Relegations-Rückspiel im Ernst-Abbe-Sportfeld gesehen hat, der weiß, wie viel der Verein den Fans in Jena bedeutet. Wegen der großen Nachfrage wurde sogar eine Zusatztribüne errichtet, insgesamt 13.800 Fans sahen die Partie gegen Köln. Während der Saison kamen im Schnitt knapp 4.000 Fans zu den Heimspielen. Für die vierte Liga ein überragender Wert, der in der nächsten Saison noch um einiges übertroffen wird.

Mit dem FC Carl Zeiss Jena bekommt die dritte Liga einen Traditionsverein mit einer lebendigen Fankultur, der mit zwei bis drei qualitativen Verstärkungen auf jeden Fall in der dritten Liga mithalten kann.

Was reißt der FC Carl Zeiss Jena in der nächsten Saison? Jetzt wetten!