Vorgestellt: Aufsteiger SpVgg Unterhaching

Trainer, Kader & Fans

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Donnerstag, 13.07.17 | 12:31

Dominik Stahl erzielt Tor gegen SV Elversberg

Machte alles klar. Mit seinem Treffer im Rückspiel stellte Dominik Stahl die Weichen endgültig auf Aufstieg. ©Imago/foto2press

Der Meister-Macher von 2000 ist zurück im Profi-Fußball. Nach einer souveränen Relegation gegen die SV Elversberg (3:0; 2:2) darf sich die SpVgg Unterhaching wieder Drittligist nennen. 2008 bei der Gründung der 3. Liga dabei, verbrachte Haching insgesamt sieben Spielzeiten in dieser Klasse, ehe es 2015 in die Regionalliga ging. Für alle, die sich mit der Mannschaft aus dem Münchener Süden nicht so sehr beschäftigt haben, stellen wir sie hier kurz vor.

Der Trainer:
Claus Schromm gehört bei der SpVgg fast schon zum Inventar. Der 48-Jährige trainierte von 1999 bis 2003 die Hachinger U19, ehe er in die Nachwuchs-Abteilung der Münchener Löwen wechselte. Nach einem Intermezzo als Cheftrainer beim SV Heimstetten fand er 2012 den Weg zurück zu Haching, wo er mit dem heutigen Augsburg-Trainer Manuel Baum ein Gespann bildete.

Anderthalb Jahre später überließ er Baum die alleinige Verantwortung und übernahm den Posten des sportlichen Leiters, ehe es ihn in der Endphase der Saison 2014/15 zurück auf den Trainerposten führte. Obwohl er den Abstieg aus der 3. Liga nicht verhindern konnte, sprachen die Verantwortlichem um Präsident Manfred Schwabl Schromm das Vertrauen aus, das dieser in der abgelaufenen Saison mit beeindruckendem und erfolgreichem Offensiv-Fußball zurück zahlte.

Der Kader:
Die Hachinger haben vor der Saison ordentlich aufgerüstet und einige interessante Namen dazugeholt. Jim-Patrick Müller kam von Dynamo Dresden und verfügt über langjährige Drittliga-Erfahrung. Dominik Stahl spielte 123-mal für 1860 München in Liga zwei und Stephan Hain bringt es sogar auf 24 Bundesliga-Partien. Vor allem die Verpflichtung von Hain erwies sich als absoluter Glücksgriff, netzte der Stürmer in nur 28 Partien satte 32-mal ein.

Einen mindestens genauso großen Anteil am Aufstieg hat Sascha Bigalke. Der ehemalige Kölner erzielte 19 Tore und bereitete 20 weitere vor. In Christoph Greger und Orestis Kiomourtzoglou tummeln sich zudem zwei junge Talente im Kader, die ihr Potential in der Regionalliga bereits andeuteten und denen eine große Zukunft vorausgesagt wird.

Durch den Abstieg von Lokalrivale 1860 München würde es zudem nicht verwundern, wenn wieder das eine oder andere Talent der Löwen künftig seine Zelte im benachbarten Haching aufschlägt.

Die Fans:
Der Alpenbauer Sportpark Unterhaching ist nicht gerade ein Zuschauer-Magnet. Selbst im Relegationshinspiel war das Stadion mit 8.000 Zuschauern (Fassungsvermögen: 15.053) nicht annähernd ausverkauft. In der Regionalliga lag der Zuschauerschnitt bei 1.959.

Durch den Aufstieg und attraktivere Gegner erhoffen sich die Verantwortlichen, dass künftig wieder eine kleine Euphorie im Münchener Vorort entsteht.

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