1. FC Magdeburg gegen Hansa Rostock

Analyse, Aufstellung & Quote für den 19.10.2019

Nils Butzen und Jens Härtel bei Hansa Rostock

Nils Butzen (vorne) und Jens Härtel kehren am Samstag an ihre alte Wirkungsstätte zurück. ©Imago images/Christian Schroedter

Am Samstag wird es zunächst still werden in der MDCC-Arena. In einer Gedenkminute wird dem verstorbenen Magdeburger Anhänger Hannes sowie der Opfer in Halle gedacht. Danach wird es allerdings stimmungsvoll, inklusive Sprung-Aufforderung: "Die Stadt bittet um das Hüpfen, um statische Messungen durchzuführen", so FCM-Pressesprecher Norman Seidler im Vorfeld des Spiels.

Darum werden sich die erwartet 22.000 Zuschauer sicher nicht zweimal bitten lassen. Eine elektrisierende Atmosphäre ist beim Aufeinandertreffen beider Traditionsvereine jedenfalls vorprogrammiert. Doch wer holt sich den Sieg?

1. Magdeburg: Systemänderung?

Der 1. FC Magdeburg tritt weiter auf der Stelle. Das jüngste 0:0 gegen den KFC Uerdingen spiegelte die Probleme des ambitionierten Traditionsvereins wider: Defensiv sehr gut, offensiv zu wenig. Auf der Abwehr können die Magdeburger jedenfalls aufbauen, diese ließ erst zehn Gegentore zu - Ligabestwert.

Für mehr Durchschlagskraft in der Offensive könnte Trainer Stefan Krämer die eine oder andere Anpassung vornehmen. "Ob wir die Grundordnung verändern werden, weiß ich noch nicht zum jetzigen Stand" so der Coach auf der Pressekonferenz zum Spiel. dabei habe er "mehrere Varianten im Kopf".

Denkbar wäre jedenfalls ein 4-4-2 mit einem flachen Mittelfeld genauso wie mit einer Raute, wie sie der FCM zum Beispiel schon beim 5:1-Sieg gegen 1860 München zeigte. Personell bekommt Härtel mit Jurgen Gjasula wieder eine wichtige Option zurück, während Dominik Ernst fehlen wird. Marcel Costly wäre eine Alternative - die jedoch ungleich offensiver agieren würde.

Gegen Rostock wieder mit dabei ist hingegen wie Gjasula auch Timo Perthel - der 1. FC Magdeburg bekommt also auch eine Menge Mentalität zurück auf dem Platz, die beim Ost-Derby wichtig werden wird. Nicht zur Verfügung stehen die im Aufbautraining befindlichen Dustin Bomheuer, Alexander Brunst und Mario Kvesic.

Hansa Rostock: Qual der Wahl

"Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns. Es war eine gute Reibung zu spüren, intensive und konzentrierte Einheiten", fasst Hansa-Trainer Jens Härtel die Vorbereitung auf das kommende Duell zusammen. Der FCH geht daher relativ gelassen in die Partie - was vor allem an zwei Faktoren liegt.

Da wäre zum Einen die eigene Formstärke, denn Hansa hat seit sechs Spielen nicht mehr verloren und zeigte sich dabei vor allem offensiv verbessert. Zum Anderen ist derzeit die Personalsituation an der Ostsee rosig. Mehrere Spieler kehrten am Dienstag ins Training zurück, für den Trainer ergeben sich sogar Luxusprobleme. Härtel spricht diesbezüglich von "harten Entscheidungen", die er im Hinblick auf die Partie treffen müsse.

Nicht sicher ist, ob der genesene Julian Riedel von Beginn an aufläuft, Härtel könnte auf die zuletzt erfolgreiche Kombi Reinthaler/Sonnenberg vertrauen. In der Offensive ist Breier gesetzt, während im Mittelfeld Korbinian Vollmann in die Mannschaft drängt. Dann müsste allerdings der zuletzt ebenfalls gut aufspielende Nikolas Nartey auf die Bank.

Unabhängig von der eigenen Formstärke spielt Hansa Rostock in Magdeburg auch gegen die eigene Historie: Noch nie konnte Hansa in einem Ligaspiel in Magdeburg gewinnen! Wenn allerdings jemand weiß, wie man in der MDCC-Arena gewinnt, ist es Jens Härtel, der den FCM bekanntlich in der Saison 2017/18 zum Aufstieg führte.

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