Petar Sliskovic bei Türkgücü München

Geht es für Petar Sliskovic und Co. weiter nach oben? ©Imago images/foto2press

Duell der Gegensätze: Noch ohne Niederlage und mit Offensiv-Stärke gastiert Aufsteiger Türkgücü München am Freitagabend beim 1. FC Magdeburg, der sieglos und mit erst einem erzielten Treffer am Tabellenende steht. Stößt der FCM den Bock um oder bestätigt Türkgücü seine starke Form?

1. FC Magdeburg: Systemumstellung für mehr Torgefahr?

Demütig ging der 1. FC Magdeburg in die Spielzeit 2020/21, rief als Saisonziel den Klassenerhalt aus, was damals nach taktischem Understatement klang. Nach vier Spielen ist jedoch klar: Der FCM steckt bereits in der noch frühen Phase der Saison in einer formidablen Krise, die sich auf dem Platz zeigte und den Aufsichtsrat sowie das Präsidium des Vereins bereits zu einem öffentlichen Statement drängte.

Mit dem Rücken zur Wand steht der FCM also vor dem Duell mit Türkgücü München, in dem er nun auch offensiv zünden will. Ein Saisontor, das ist der ligaweit der schlechteste Wert. Christian Beck nimmt seine Mitspieler in die Pflicht: „Da müssen wir als Offensivspieler einfach mehr kreieren“. Steigerungsbedarf besteht allerdings auch in der Defensive: Vier Gegentore in der ersten Halbzeit, nur der 1. FC Kaiserslautern kassierte mehr (6).

Bauen kann der 1. FC Magdeburg auf 7.500 Fans, die in der MDCC-Arena zugelassen sind, davon auch 400 auf den Stehplätzen. Sehen sie das Startelf-Comeback von Dominik Ernst? Er wurde gegen Dynamo für 15 Minuten eingewechselt, ein allzu großes Risiko wird Thomas Hoßmang bei ihm allerdings wohl nicht gehen.

Spannend wird zu beobachten sein, ob Hoßmang den FCM wie zuletzt in einem 4-4-2-System auf den Platz schickt. Gerade im offensiven Mittelfeld klaffte eine Lücke, die von Luka Sliskovic geschlossen werden könnte. Sliskovic könne „eine Rolle spielen“, so Hoßmang auf der Pressekonferenz vor dem Spiel kryptisch. Verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht voraussichtlich erneut Florian Kath.

Türkgücü München: Frühstarter & Magdeburg-Schreck

Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern war für viele Experten nicht nur aufgrund der vielen Neuzugänge eine Wundertüte, überzeugte allerdings an den ersten Spieltagen mit Konstanz und funktionierenden Abläufen. Zuhause kassierte Türkgücü noch kein Gegentor, auswärts wird es torreich, wie beim 2:2 bei der FC Bayern U23 sowie beim 4:4 in Mannheim zu sehen war.

Mit seinen neun Saisontoren hat Türkgücü dem kommenden Gegner acht voraus. Auffallend: Türkgücü verlegt sich nicht aufs verteidigen, setzt von Beginn an auf Offensive und erzielte so bereits drei Tore in den ersten 15 Spielminuten – Ligahöchstwert.

Zwei dieser führen Treffer erzielte Petar Sliskovic, der voraussichtlich auch gegen Magdeburg an der Seite von Tom Boere im Sturm aufläuft, vor Mittelfeld-Drahtzieher Sercan Sararer. Auf der Bank sitzt mit Daniele Gabriele eine gerade gegen den FCM interessante Option: Gabriele traf in drei Spielen gegen Magdeburg dreimal.

Verletzungsbedingt verzichten muss Türkgücü voraussichtlich weiterhin auf die Neuzugänge Erol Alkan sowie Atakan Akkaynak, ansonsten steht Trainer Alexander Schmidt das gleiche Personal wie zuletzt beim 0:0 gegen Wehen Wiesbaden zur Verfügung.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf MagentaSport (Anstoß: Freitag, 19 Uhr), Kommentator: Andreas Mann, Free-TV-Highlights am Samstag, 16:30 Uhr im MDR (Sport im Osten).

Tipp & Quoten zum Spiel

Türkgücü kann nach dem guten Saisonstart frei aufspielen und ist besser in Form: Auswärtssieg. »Jetzt mit 10.00-Quote (statt regulär 2.26) bei bet-at-home auf Türkgücü-Sieg wetten!