Stefan Lex von 1860 München gegen Jürgen Gjasula vom 1. FC Magdeburg

Kann Stefan Lex (l.) erneut den Unterschied machen bei den „Löwen“? ©Imago images/Christian Schroedter

So unterschiedlich können Trainerwechsel verlaufen: Während es bei 1860 München seit dem Amtsantritt von Michael Köllner gut läuft, ist der erhoffte Effekt des Wechsels von Stefan Krämer zu Pele Wollitz beim 1. FC Magdeburg bisher ausgeblieben.

Im direkten Duell am Sonntag (Anstoß: 13 Uhr) kann sich das jedoch ändern, für den FCM muss es das sogar. Denn bei einer Niederlage könnte der Zweitliga-Absteiger punktgleich zum ersten Abstiegsplatz auf Rang 16 landen. Der TSV dagegen ist zwar seit elf Spielen ungeschlagen, verpasste aber in den letzten drei Wochen durch jeweilige Unentschieden den Anschluss an die Top-Vier. Eine erneute Chance wollen die „Löwen“ sicherlich nicht liegen lassen.

1860 München: Ohne Dauerbrenner Willsch

Die drei Remis in Folge hielten zwar den Nimbus von Michael Köllner intakt, sind aber auch ärgerlich mit Blick auf die Punktverluste des Führungsquartetts in der Tabelle. Braucht es vielleicht mehr Mut bei den Sechzigern?

Personell ist Köllner aber in erster Linie in der Defensive zum Handeln gezwungen, denn Rechtsverteidiger Marius Willsch fehlt gesperrt. Herbert Paul ist der naheliegende Ersatz, auch wenn der 28-Jährige vergangene Woche gar nicht im Kader war. Nach dem Lob für Tim Rieder nach dessen Einwechslung in der Vorwoche könnte außerdem Dennis Dressel aus der Startelf fallen. Eine Systemumstellung auf Dreierkette ist weniger wahrscheinlich, denn gegen die taumelnden Magdeburger dürften die „Löwen“ von der eigenen Stärke ausgehen.

Einen Großteil dieser macht nämlich die geschlossene Abwehrarbeit im 4-4-2 aus, besonders zu Hause. Kein Team kassiert weniger Tore vor eigenem Publikum, obwohl in den letzten acht Heimspielen nicht die Null stand. Doch nur Viktoria Köln schaffte es, den Münchenern an der Grünwalder Straße mehr als ein Tor einzuschenken.

1. FC Magdeburg: Verzichtet Wollitz auf Beck?

Der 1. FC Magdeburg wartet nun seit sieben Spielen auf einen Sieg. Pele Wollitz hat noch nicht die richtige Mischung gefunden und stellt nochmal alles auf den Prüfstand. So könnte sogar das für unmöglich Gehaltene wahr werden: Christian Beck droht die Bank

Wollitz will für sein System einen anderen Stürmertyp als einzige Spitze. Da Daniel Steininger wohl noch nicht ganz fit ist, wäre Anthony Roczen die einzige nominelle Alternative. Es wäre sein erster Startelfeinsatz. Rechtsverteidiger Dominik Ernst fehlt derweil erkrankt. Im Mittelfeld kann Wollitz dafür wieder aus dem Vollen schöpfen, denn Thore Jacobsen hat seine Sperre abgesessen und kann erstmals unter Wollitz mitwirken. Auch Winterneuzugang Patrick Möschl scharrt mit den Hufen und will von Beginn an auflaufen.

Offensiv muss jedenfalls dringend etwas passieren. Nur Großaspach und Jena treffen seltener und sind auch die einzigen Teams die seltener mehr als ein Tor pro Spiel erzielten. Hätte der FCM nicht die zweitbeste Abwehr der Liga, der Abstiegsplatz wäre wohl schon längst Realität.

Unser abschließender Wett Tipp:

1860 hat eine beeindruckende Serie hingelegt, Magdeburg findet aktuell keine Lösungen: Die „Löwen“ gewinnen.»Jetzt mit erhöhter 15.00 Quote (statt 2.40) bei Bet3000 auf 1860-Sieg tippen!