Heute: HFC vs Fortuna Köln

Analyse & Aufstellung zum Spiel am 04.03.2018

Braydon Manu im Laufduell mit Manuel Farrona Pulido.

Braydon Manu (l.) oder Manuel Farrona Pulido – wer ist diesmal schneller? ©Imago/Manngoldt

Komplett unterschiedliche Vorzeichen vor dem Duell zwischen Halle und Fortuna Köln am Sonntag (Anstoß: 14 Uhr, live auf Telekom Sport). Während sich die Formkurve des HFC den Temperaturen anpasst und in den Keller geht, ist Fortuna einfach nicht kleinzukriegen und weiterhin ein ernsthafter Kandidat um den Aufstieg. Setzt sich der Trend im direkten Duell fort?

Hallescher FC: Schlafmützig zu Spielbeginn

Zwei Niederlagen in Folge und nur ein Sieg aus den letzten fünf Partien brachten den HFC wieder näher ran an die Abstiegsplätze. Wie gefährdet die Hallenser tatsächlich sind, darüber gibt es sogar innerhalb der Mannschaft unterschiedliche Auffassungen.

Die Ursachen für die momentane Flaute liegen auf der Hand. Offensiv lassen die Hallenser zu viele Chancen liegen, in der Defensive stehen sie nicht kompakt. Bis auf den 1:0-Sieg gegen den VfL Osnabrück gab es in jedem Spiel nach der Winterpause mindestens einen Gegentreffer.

Wie zuletzt in Wiesbaden hat der HFC dabei besonders zu Spielbeginn Probleme: Acht Gegentreffer in der ersten Viertelstunde beweisen dies, nur Osnabrück kassierte in diesem Zeitraum mehr. Was allerdings für die Hallenser sprechen sollte, ist die Heimstärke. Von den vergangenen sieben Heimspielen verloren sie nur gegen die formstarken Rostocker sowie den KSC.

Tobias Müller war zuletzt gesperrt, darf aber wieder mitwirken. Sorgen bereitet der Marvin Ajani, der mit Adduktorenproblemen für Sonntag fraglich ist. Sein Ausfall würde schwer wiegen. Kann Ajani nicht auflaufen, rückt wohl El-Helwe wieder in die Startelf.

Fortuna Köln: Auswärts nicht stabil

Nach zwei Siegen, darunter ein 1:0 gegen den Tabellendritten Wehen Wiesbaden, können die Südstädter ihren Blick wieder nach oben richten. Seit der Winterpause präsentiert sich die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat als schwer zu besiegendes Kollektiv, nur eine Niederlage gab es aus den letzten sechs Partien.

Dreimal blieben Boss und Co. dabei ohne Gegentor. In der Offensive setzen die starken Einzelspieler wie Farrona Pulido, Dahmani oder Keita-Ruel Akzente. An ihnen liegt es  nicht, dass es in der Fremde zuletzt oft nichts zu lachen gab.

Keins der letzten sieben Auswärtsspiele konnte das Koschinat-Team gewinnen, obwohl dabei in fünf Partien mindestens ein Tor gelang. Die zuhause so stabile Defensive ist also auswärts die Achillesferse der Fortuna, was 20 Gegentore auf Reisen beweisen. Keiner der restlichen Aufstiegskandidaten kassierte auswärts mehr. Ausgeglichen ist hingegen der direkte Vergleich mit dem HFC: In sieben Partien gab´s fünf Unentschieden und jeweils eine Sieg für beide Mannschaften.

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus personeller Hinsicht: Koschinat kann im Vergleich zum jüngsten 2:1-Sieg gegen Bremen II auf dieselbe Startformation zurückgreifen und wird dies voraussichtlich auch tun. Dieselbe Elf begann bereits beim 1:0-Sieg über den SVWW eine Woche zuvor.