29. Spieltag: Hansa Rostock vs SC Paderborn

Analyse & Aufstellung zum Spiel am 10.03.2018

Christopher Antwi-Adjej im Duell mit Fabian Holthaus.

Den Ball und drei Punkte im Blick: Wer setzt sich im Topspiel durch? ©Imago/pmk

„Ein Verein, ein Stadion, eine Choreo“ – mit diesem Motto will Hansa Rostock beim Heimspiel gegen den SC Paderborn am Samstag (Anstoß: 14 Uhr, live im NDR) für eine unvergleichliche Atmosphäre sorgen.

Ein Sieg ist für die Kogge Pflicht, um den Anschluss auf die Aufstiegsplätze zu halten, allerdings geht auch der SCP, mit dem Ex-Rostocker Steffen Baumgart an der Seitenlinie, motiviert in die Partie. Wer behält im Schlagerspiel einen kühlen Kopf?

Hansa Rostock: Verleiht die heimische Kulisse Flügel?

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Hansa-Coach Pavel Dotchev nach der 0:1-Niederlage in Zwickau und hatte damit recht. Der FCH war die bessere Mannschaft, scheiterte aber an seiner miserablen Chancenauswertung.

Das bedeutete für die Kogge das zweite sieglose Spiel in Folge. Aus den letzten vier Partien holten Blaswich und Co nur einen „Dreier“. Der Abstand auf Rang drei, der zwischenzeitlich zum Greifen nah war, ist daher wieder angewachsen. Gegen Paderborn steht das Dotchev-Team daher unter Zugzwang, da parallel die Konkurrenten Wehen Wiesbaden, Fortuna Köln sowie der KSC lösbare Aufgaben vor der Brust haben.

Besinnen kann sich die Kogge jedenfalls auf ihre Heimstärke, die ihr im letzten Spiel im Ostseestadion einen Sieg über Magdeburg bescherte. Die letzten drei Heimspiele gewann der FCH sogar allesamt. Geht es nach dem historischen Vergleich, sollte Rostock allerdings aufpassen, denn die Kogge konnte nur eins der letzten sieben Spiele gegen Paderborn gewinnen, das Hinspiel endete aus Rostocker Sicht 1:2.

Da der FCH erst am Mittwoch ran musste, könnte Dotchev dem ein oder anderen Spieler eine Pause gönnen und damit rotieren. Die Abwehr beträfe dies voraussichtlich nicht, im Angriff sind Tim Väyrynen, Christopher Quiring und Willi Evseev erste Alternativen. Für den kranken Lukas Scherff reicht es wieder nicht, Amaury Bischoff kehrt hingegen in den Kader zurück.

SC Paderborn: Pokert Baumgart bei der Aufstellung?

Wenn der SC Paderborn im Oststeestadion gastiert, werden besonders viele Augen auf den Coach gerichtet sein. Zum ersten Mal kehrt Steffen Baumgart als Cheftrainer in Liga drei zu seinem Ex-Verein zurück. Baumgart selbst erwartet „ein offenes Spiel, in dem es auf Kleinigkeiten ankommen wird“.

Auch er hielt sich die Option seine Mannschaft zu verändern offen: „Wir können auf jeder Position adäquat wechseln, um Frische reinzubringen.“ Kandidaten dafür sind Sven Michel und Ben Zolinski, die zuletzt nur auf der Bank saßen. 

Wieder in die Anfangsformation rücken wird sicher Abwehrchef Christian Strohdiek, der nach abgesessener Sperre wieder dabei ist. Fesser muss dann auf die Bank. Ausfallen werden hingegen weiterhin Thomas Bertels wegen seines Handbruchs und Jamilu Collins mit einem Magen-Darm-Infekt.

Für den SC Paderborn geht es darum, nach fünf sieglosen Spielen in Serie wieder einen Sieg einzufahren und gleichzeitig einen Konkurrenten im Aufstiegskampf zu distanzieren. Die Offensive stockt derzeit zwar bei den Ostwestfalen, allerdings trafen Michel und Co. erst einmal in dieser Saison nicht auswärts (beim 0:1 in Magdeburg).

Der SCP sollte beim Toreschießen ein besonderes Augenmerk auf die ersten 15 Minuten legen. Das eigene Auswärtstorverhältnis liegt in diesem Zeitraum bei 4:1, während das Heimtorverhältnis der Kogge in der ersten Viertelstunde bei 1:4 liegt.