Marvin Pourie und Marius Kleinsorge

Gesprengtes Offensivduo: Marius Kleinsorge (r.) ist gegen Verl gesperrt. ©Imago Images/Werner Schmitt

Dass beim Duell SC Verl gegen FCK ein Aufstiegsaspirant gegen ein Kellerkind ran muss, war vor der Saison vermutlich von vielen erwartet worden. Die Rollenverteilung vor dem Aufeinandertreffen am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) ist aber auf den Kopf gestellt. Während der Aufsteiger eine starke Runde spielt und seit dem 2. Spieltag der oberen Tabellenhälfte angehört, kämpfen die „Roten Teufel“ tatsächlich um den Klassenerhalt.

SC Verl: Taz tankt Selbstvertrauen

Man kommt nicht umhin festzustellen, dass beim Aufsteiger in vielen Bereichen sehr viel richtig gemacht wird. Mit Coach Capretti als Architekt des Erfolges, welcher mit einem Chapeau, Rino Capretti gewürdigt wurde, lässt Verl auch weiterhin einen erfrischenden und mutigen Fußball spielen. Das wird belohnt, neben der Dauerpräsenz in der oberen Tabellenhälfte auch mit dem zweitbesten Angriff der Liga.

Welches Selbstbewusstsein das in Verl freigesetzt hat, zeigte das Nachholspiel unter der Woche gegen Unterhaching. Mit 1:3 lag der SC nach 85 Minuten zurück, ehe drei Tore die Partie noch zugunsten der Gäste kippen ließen.

Besonders erfreulich: Das Siegtor ging auf das Konto von Berkan Taz, der erneut für den mit Knieproblemen außer Gefecht gesetzten Zlatko Janjic in der Sturmspitze auflaufen wird und mit Saisontor Nummer drei weiteres Selbstvertrauen tanken konnte.

Ohnehin bewies Verl, dass man die Mannschaft nie abschreiben sollte. Der späte Dreierpack gegen Haching bedeute die Treffer 17 bis 19 in der 2. Halbzeit, nur 1860 ist nach dem Seitenwechsel genauso gefährlich.

FCK: Auf der Suche nach Durchschlagskraft

Auch im dritten Drittliga-Jahr in Folge rennt der FCK seinen eigenen Ansprüchen hinterher. Erst drei Saisonsiege konnten die Pfälzer einfahren, was in erster Linie an der über weite Strecken harmlosen Offensive liegt. Die ist zwar namhaft und mit individueller Qualität bestückt, Durchschlagskraft konnte sie bislang aber nur selten entwickeln.

Durch die Sperren von Tim Rieder, Marius Kleinsorge und Kenny Prince Redondo muss Trainer Jeff Saibene basteln, Rückkehrer Jean Zimmer steht dabei voraussichtlich gleich vor seinem Startelf-Debüt, soll den Angriff über die rechte Außenbahn ankurbeln und Marvin Pourié im Sturmzentrum mit Bällen versorgen.

Das geschah bislang nur spärlich, ein statischer Spielaufbau und wenig Tempo in den Offensivaktionen sind die Hauptursache für erst 16 Saisontore – nur zwei Teams sind noch harmloser. Mut für die Partie gegen Verl, welches das erste Pflichtspiel zwischen beiden Klubs ist, macht die zuletzt verbesserte Defensive.

Gegen Uerdingen und Köln blieben die Pfälzer ohne Gegentor, auch wenn mit Rieder der „Stamm-Sechser“ fehlt. Carlo Sickinger kann nach wohl wieder mitwirken. Janik Bachmann darf nach verbüßter Sperre wieder auf einen Platz in der ersten Elf hoffen.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Magenta Sport (Anstoß: Samstag, 14 Uhr), Kommentar: noch offen, Moderation: noch offen.

Tipp & Quoten zum Spiel

Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen zeigt die Lauterer Formkurve nach oben. Agiert die Defensive erneut konzentriert und nutzen die Offensivkräfte ihre Umschaltmomente, trauen wir dem FCK einen „Dreier“ gegen einen ersatzgeschwächten SC zu. » Jetzt mit stark erhöhter 11.00-Quote (statt regulär 2.95) bei bet-at-home auf FCK-Sieg tippen!