Waldhof Mannheim: Diring kämpft sich ran

Mittelfeldmann schuftet für Comeback

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Dienstag, 29.12.2020 | 09:06
Dorian Diring

Dorian Diring gehörte vor seiner Verletzung zu den Leistungsträgern bei Waldhof Mannheim. ©Imago images/foto2press

Auch wenn das Gesamtergebnis bisher mau ist: Die Offensive funktioniert beim SVW. Sie läuft mitunter sogar so geschmiert, dass ein potentieller Leistungsträger fast in Vergessenheit gerät. Die Rede ist von Dorian Diring, der seit Dezember vergangenen Jahres mit einem Knorpelschaden ausfällt, sich ran arbeitet – und seine Lehren gezogen hat.

„Zweimal die Woche trainiere ich auf dem Platz mit unserem Fitnesstrainer und dreimal die Woche arbeite ich in der Reha“, gibt Diring, der bereits wieder den Ball am Fuß hat, im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung einen Einblick. Ein konkreter Zeitplan für seine Rückkehr steht allerdings noch aus: „Ich bin noch nicht komplett schmerzfrei.“

Mentalität

Was ein fitter Diring zu leisten imstande ist, konnte in Mannheim aus nächster Nähe begutachtet werden. In der Aufstiegssaison brachte er es auf fünf Tore und neun Vorlagen, in der ersten Drittliga-Saison mit dem SVW standen nach nur 17 Partien ebenso viele Assists und vier Treffer zu Buche.

Diring schickte sich an, seine persönlich beste Saison der Karriere zu spielen. Bis ihn ein Knorpelschaden im Dezember 2019 außer Gefecht setzte. Der Waldhof konnte Dirings Ausfall zwar gut kompensieren, dennoch würde er der Mannschaft im auf Ballbesitz orientieren Spiel von SVW-Coach Patrick Glöckner gut zu Gesicht stehen.

Geduld ist allerdings gefragt, wenn Diring bald wieder eine Option sein soll – und eine Menge Disziplin beim Offensivmann selbst. Jedenfalls scheint bei ihm ein Umdenken stattgefunden zu haben. „Das wird sich jetzt definitiv ändern“, kündigt Diring eine professionellere Herangehensweise an die eigenen Trainingsgewohnheiten an.

Dass ihm das gelingt, daran gibt es wenig Zweifel. Nach den starken Leistungen im Herbst 2019, sagten wir Chapeau, Dorian Diring und Ex-Trainer Falko Götz erinnerte sich: Sein Antrieb war aggressiv, furchtlos und obendrein kreativ“der gleiche Mut ist auch gefragt, wenn es darum geht, nach einer solch schweren Verletzung den Anschluss zu schaffen.