Waldhof Mannheim: Experiment geht auf

Dreierkette bringt Stabilität

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 31.10.2020 | 16:41
Patrick Glöckner

Patrick Glöckner hat an den richtigen Rädchen gedreht. ©Imago images/foto2press

Mit neuem System ging Waldhof Mannheim das mit 5:2 gewonnene Spiel gegen den 1. FC Magdeburg an. Trainer Patrick Glöckner hatte im Vorfeld einige Fehlerquellen erkannt, die mit einem 3-4-3 statt der üblichen Viererkette behoben werden sollten.

Dazu konnten erstmals Jesper Verlaat und Marcel Seegert gemeinsam in der Abwehr aufgeboten werden. „Ein Verlaat und ein Seegert sind auch die gestandenen Spieler, die unsere junge Mannschaft führen und den Spielrhythmus einbringen“, hob Glöckner bei Magenta Sport nach dem Spiel ihre Bedeutung hervor.

Spieler lernen schnell

Der großgewachsene Niederländer und der aggressive Kapitän sollten zudem dafür sorgen, dass nicht mehr wie zuletzt so oft in den zweiten Halbzeiten passiert, hohe Bälle und Standards dem Gegner zu einfachen Toren verhelfen.

Auch wenn Magdeburg das Spiel lange offen hielt, zweimal einen Rückstand ausglich und eine große Chance zur eigenen 3:2-Führung hatte, zieht der Waldhof-Coach eine positive Bilanz des Dreierketten-Experiments.

Die Jungs haben es hervorragend umgesetzt. Wir haben es jetzt zweimal trainiert, da ist das nicht selbstverständlich, so der 43-Jährige. Das System habe vor allem wie erhofft verhindert, das der FCM über das Zentrum umschalten konnte und zugleich für Überzahl im Mittelfeld gesorgt.

Trotz der Vorzüge wollte sich der Taktik-Fuchs aber nicht auf das 3-4-3 als dauerhafte Lösung festlegen lassen. Vielmehr soll die neue Formation situativ eingesetzt werden. Gegen den SV Meppen könnte es nächste Woche also schon wieder zurück zur Viererkette gehen.