Waldhof Mannheim: Kwadwo als Deckel auf dem Topf?

Konter-Pläne mit dem Neuzugang

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 13.11.2020 | 13:17
Manfred Osei Kwadwo beim 1. FC Magdeburg

Manfred Osei Kwadwo stellte seine Schnelligkeit unter Beweis. ©Imago images/Jan Huebner

Im Schnitt 1,88 Tore pro Spiel erzielt der SV Waldhof Mannheim und stellt damit die drittbeste Offensive der Liga. Nach dem Motto: Wer rastet, der rostet, ruht sich der SVW allerdings nicht auf seinen bisher erzielten Toren aus, sondern setzt neue Reizpunkte – die Verpflichtung von Manfred Osei Kwadwo, welche die Verantwortlichen am heutigen Freitag publik machten, ist einer davon.

Kwadwo kommt mit Zweitliga-Erfahrung an den Alsenweg, dürfte Ansprüche auf die Startelf stellen. Baut Mannheims Trainer Patrick Glöckner also seine Formation um oder nutzt er Kwadwo als Alternative? Bei seiner letzten Station, dem 1. FC Magdeburg, wurde Kwadwo überwiegend als Joker eingesetzt, die Bilanz war bei zwei Toren und einer Vorlage in der vergangenen Saison ausbaufähig.

Spezialwaffe

Nichtsdestotrotz dürfe es sicherlich kein Nachteil sein, dass Kwadwo aus seiner Zeit in Magdeburg das 3-4-3 System bereits kennt. In diesem schickte Glöckner seine Mannschaft zuletzt auf den Rasen und war dabei siegreich. Die linke Außenbahn beackerte dabei Anton Donkor – eine gleichwertige oder besser gesagt eine genauso schnelle Alternative auf links gab es im Kader allerdings nicht.

Kwadwo könnte genau diese Alternative werden, zumal der Sportliche Leiter Jochen Kientz noch andere Pläne mit dem 25-Jährigen hat. „In der Vergangenheit ist er stets durch seine sehr hohe Geschwindigkeit aufgefallen, die ihm vor allem im Konterspiel sehr gefährlich macht“, so Kientz.

Als Konterspieler könnte Kwadwo dann auch an vorderster Front auflaufen und helfen, einen Vorsprung abzusichern und entscheidend auszubauen. Möglicherweise ist das genau der Gedanke hinter der Verpflichtung. Von bisher vier Halbzeit-Führungen brachte der SVW nur eine ins Ziel.