Waldhof Mannheim: Risiko bei Schuster?

Abräumer nach langer Pause wieder im Kader

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 13.01.2021 | 10:53
Marco Schuster beim Torjubel.

Ende der Leidenstzeit: Marco Schuster bestritt Anfang Juli sein letztes Liga-Spiel für den Waldhof. ©imago images/foto2press

Für Waldhof Mannheim beginnt das Jahr mit einer englischen Woche, am heutigen Mittwoch wird das ursprünglich für Ende November anberaumte Auswärtsspiel der „Buwe“ beim VfB Lübeck nachgeholt. Doch auch nach dem Jahreswechsel hat Trainer Patrick Glöckner weiterhin mit personellen Engpässen zu kämpfen.

Positive Nachrichten von der Krankenstation, im bisherigen Saisonverlauf fast durchgängig prominent bestückt, gibt es allerdings von Marco Schuster. Der Abräumer wurde bisher von einer Bauchmuskelzerrung und anschließend von einem Leistenbruch ausgebremst, auf seinen ersten Drittliga-Einsatz unter Glöckner wartet er somit noch.

Zuletzt wurde improvisiert

Die Betonung liegt auf „noch“, denn nun meldet sich der 25-Jährige wieder fit. Gegen Lübeck wird Schuster erstmals in dieser Spielzeit wieder im Kader stehen. Ob er allerdings sofort wieder in die Startformation rutscht – im Vorjahr war das in 37 Partien der Fall, eine verpasste er gelbgesperrt – ist fraglich.

Nach der langen Ausfallzeit wird Glöckner bei Schuster wohl nur ungern ins Risiko gehen, zumal mit Max Christiansen (Muskelfaserriss) und Onur Ünlücifci (Oberschenkelprobleme) zwei weitere „Sechser“ ebenfalls fehlen. So durfte sich zuletzt mit Mohamed Gouaida ein gelernter offensiver Mittelfeldspieler an der Seite des gesetzten Hamza Saghiri zeigen, die Gegentorflut hielt allerdings an.

Glöckners Risiko-Analyse

14 Gegentore musste der Waldhof in seinen letzten sechs Partien hinnehmen, beim 2:2 gegen Verl wurde eine 2:0-Halbzeitführung noch abgeschenkt. Mehr defensive Stabilität stünde den Mannheimern somit gut zu Gesicht, für die ein Schuster zweifelsohne sorgen könnte. Glöckner wird also abwägen müssen, ob er Schuster nach dessen langer Pause – Anfang August bestritt er in der 3. Runde des badischen Landespokals sein einziges Pflichtspiel in dieser Saison – gleich wieder 90 Minuten zumutet.

Dabei dürfte dem 44-Jährigen die prekäre Tabellen-Konstellation vor der Partie in der Marzipanstadt durchaus bewusst sein: Bei einem Sieg könnten die Gastgeber nach Punkten mit dem SVW gleichziehen. Um das zu verhindern und bestenfalls mit einem Auswärtssieg wieder etwas Abstand zwischen sich und die Abstiegszone zu bringen, könnte Schuster auch gleich wieder ein Startelf-Kandidat sein.