Wehen Wiesbaden: Rehm nach Test unzufrieden

SVWW-Coach fehlte die Gier

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Samstag, 29.08.2020 | 09:01
Rüdiger Rehm beim SV Wehen Wiesbaden

Verlangt seiner Mannschaft viel ab: SVWW-Trainer Rüdiger Rehm ©Imago images/Picture Point

„Wir sind froh, dass wir überhaupt Testspiele haben aber zufrieden sind wir heute nicht“, fiel das Fazit von Wehen Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm nach der gestrigen Partie gegen Zweitliga-Aufsteiger Würzburg ernüchternd aus. Mit 1:3 ging der SVWW vom Platz und musste dabei der bisherigen Vorbereitung Tribut zollen.

„Wir waren nicht so frisch und nicht so gierig wie wir es in den letzten Spielen und Trainingseinheiten waren“, so Rehm weiter über das Spiel gegen die Kickers. Verantwortlich dafür war wohl auch die enge Taktung der Testspiele. Bereits zwei Tage vor der gestrigen Partie stand Wehen Wiesbaden gegen den TSV Schott Mainz auf dem Platz (1:0).

Ajani unverzichtbar

Interessant dabei: Auf einige Spieler will Rehm trotz der in der Vorbereitung üblichen Rotation nicht verzichten. So stand etwa Marvin Ajani bereits gegen Schott Mainz 90 Minuten als Rechtsverteidiger auf dem Feld, auch gegen Würzburg begann er, wurde erst in der Halbzeit ausgewechselt. Das gleiche gilt für Abwehrmann Jakov Medic.

Auch Stefan Aigner sammelt derzeit viele Testspiel-Minuten. Er sollte gestern zunächst auf der „Zehn“ den Ton angeben, während Moritz Kuhn im rechten Mittelfeld agierte. Das funktionierte, Kuhn erzielte das 1:0 für den SVWW. Noch in der ersten Halbzeit mussten die Hessen allerdings den Ausgleich hinnehmen. Sechsmal wechselte Rehm zur Pause, unter anderem durfte auch Neuzugang Dennis Kempe Spielpraxis sammeln.

Weiter Schlag auf Schlag

Schon nach 67 Minuten allerdings stand es aus Wiesbadener Sicht 1:3, der SVWW vermochte es nicht, nochmal Akzente zu setzen. „Hintenraus hat man gemerkt, dass wir im körperlichen Bereich dem Mittwoch Tribut zollen mussten. Da hat der ein oder andere 90 Minuten gespielt, jeder aber mindestens 45 und das innerhalb von drei Tagen. Das ist nicht optimal aber wir nehmen es so mit“, zog Rehm am Ende ein sachliches Fazit des Test-Kicks gegen die Kickers.

Ausruhen ist nun allerdings nicht angesagt für Mrowca und Co. Bereits am Dienstag (1. September) steht das nächste Testspiel an, der FCK wartet. Drei Tage später geht es gegen den SV Sandhausen, während die SVWW-Profis dann vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison eine Woche durchschnaufen dürfen. Das Pokalspiel gegen den 1. FC Heidenheim wurde auf Sonntag, den 13. September (18:30 Uhr) terminiert.