Wehen Wiesbaden: Wurtz bringt die Durchschlagskraft

Offensiv ist der Knoten geplatzt

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 26.09.2020 | 16:55
Johannes Wurtz vom SV Wehen Wiesbaden

Johannes Wurtz will die unglückliche Zeit in Darmstadt hinter sich lassen. ©Imago images/Hartenfelser

Beim SV Wehen Wiesbaden stimmte die Defensivarbeit schon länger. Im Pokal wie auch im ersten Saisonspiel gegen den SC Verl stand die Null. Das war auch gegen Viktoria Köln der Fall, wichtiger nach dem fußballerisch holprigen Auftaktspiel waren aber die zwei Treffer vorne.

Vor dem Anpfiff hatte Trainer Rüdiger Rehm die fehlenden Prozentpunkte im Angriff bei Magenta Sport thematisiert und schöpfte vor allem aus einer Tatsache Hoffnung: „Stefan Aigner ist wieder zurück. Da hoffen wir, dass er uns die nötige Durchschlagskraft bringt.“ 

Neuzugänge dennoch zu erwarten

Aigner war es dann allerdings nicht, der die Sturmflaute beendete. Die Bauchmuskelprobleme des Angreifers brachen schon nach 25 Minuten wieder auf und er musste früh ersetzt werden. Stattdessen war es Johannes Wurtz der mit einem Doppelpack die Punkte einfuhr.

„Letzte Woche hat sich die Offensive ein bisschen schwer getan zu Hause gegen Verl, deswegen war es umso wichtiger, dass wir heute nochmal ein Zeichen gesetzt haben“, zeigte sich der Zweifach-Torschütze nach der Partie erleichtert.

Doch auch wenn der 28-Jährige zeigte, dass er helfen kann, die Abgänge von Manuel Schäffler und Daniel-Kofi Kyereh vergessen zu machen, wird sich beim SV Wehen Wiesbaden bis zum Transferschluss am 5. Oktober wohl im Offensivbereich noch etwas tun.

Zu unauffällig waren vor allem die beiden Liga-Spiele von Pokal-Torschütze Philip Tietz. Die jungen Maurice Malone und Benedict Hollerbach dürften eher perspektivisch eingekauft worden sein. Gegen den FCK wird es aber mit dem vorhandenen Personal gehen müssen, das bedeutet wohl erneut ohne Stefan Aigner, aber dafür mit Johannes Wurtz.