Werder Bremen II: Votava Chef auf Zeit – Kazior-Rolle offen

Trainer-Konstrukt ein Provisorium - bis Saisonende

Vorerst für Werders Erste zuständig: Florian Kohfeldt

Von der U23 zur Bundesliga befördert: Werder-Coach Florian Kohfeldt © imago/foto2press

Die Berufung von Mirko Votava und Rafael Kazior zum neuen Trainer-Gespann bei Werder Bremen II soll nach dem Willen der Klubführung im Idealfall bis zum Saisonende Bestand haben. Danach allerdings plant die Werder-Spitze Medienberichten zufolge für den Bremer Talentschuppen zweigleisig – ohne Votava.

Nach Informationen des Weser-Kuriers soll in Variante A der zunächst zum Interimsnachfolger von Cheftrainer Alexander Nouri berufene Florian Kohfeldt bis zum Saisonende die Verantwortung für das Bundesliga-Team und nach der Verpflichtung eines neuen Chefcoaches wieder zur U23 zurückkehren. Wird der 35-Jährige allerdings dauerhaft zum Trainer des Erstliga-Teams befördert oder am Saisonende andere Wege gehen wollen, sieht Bremens Variante B für Werders Drittliga-Mannschaft einen jüngeren Trainer als den 61 Jahre alten Votava vor.

Kazior wird am Wochenende nicht als Spieler im Kader stehen. (Werder-Sportchef Frank Baumann)

Bislang nur auf Sicht scheint kurz nach dem großen Stühlerücken Kaziors Rolle geklärt. „Kazior rückt näher ans Trainer-Team und wird daher am Wochenende auch nicht als Spieler im Kader stehen“, sagte Bremens Sportchef Frank Baumann zu den kurzfristigen Aufgaben des neuen Votava-Assistenten vor dem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (Freitag).

Dauerhafter Kazior-Verzicht problematisch

Ein dauerhafter Verzicht auf Kazior wäre für die Werder-Bubis aber voraussichtlich ein Problem. Mit drei Saisontoren steht der gebürtige Gleiwitzer zusammen mit Ole Käuper an der Spitze der mannschaftsinternen Torschützenliste. Bei seinen 13 Einsätzen in der bisherigen Spielzeit gehörte der 34-Jährige neunmal zu Kohfeldts Anfangsformationen.

Gerade in der auch für „die Zweite“ sportlich nicht sonderlich erfreulichen Tabellensituation kann Bremen Kazior vorerst auch gut brauchen. Durch zuletzt zehn Spiele in Serie ohne Sieg rangieren die Hanseaten trotz eines zuvor gelungenen Saisonstart inzwischen nur noch zwei Plätze und einen Punkt vor der Abstiegszone.

Votava hat mithin bei Werders U23 ebenso die Chance auf einen neuen Impuls wie sein Vorgänger Kohfeldt bei Bremens Bundesliga-Stars. Der Ex-Profi ist dabei in eine ähnliche Situation gekommen wie Jupp Heynckes beim deutschen Meister Bayern München: Denn nach Aufgabe seines Postens als Coach des Bremer U19-Teams hatte der gebürtige Tscheche seine Trainer-Laufbahn ursprünglich schon als beendet angesehen und in Kohfeldts Stab vorrangig als Scout sowie Beobachter kommender Gegner fungiert.

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