Wormatia Worms: „Landespokal gegen FCK elektrisiert die Region“

Interview mit Sport-Vorstand Marcel Gebhardt

Marcel Gebhardt passt den Ball

Früher stand Marcel Gebhardt für Wormatia auf dem Feld, heute fungiert er als Sport-Vorstand. ©Imago images/Alfred Harder

Am Samstag geht die Saison des 1. FC Kaiserslautern mit dem Südwestpokalfinale gegen Wormatia Worms zu Ende. Was erwartet die Roten Teufel gegen den Regionalligisten? Wir haben mit Wormatias Sport-Vorstand Marcel Gebhardt über die Bedeutung der Partie gesprochen und gefragt, auf welchen Lauterer die Wormser besonders achten müssen.

Herr Gebhardt, mit Wormatia Worms sind Sie der Titelverteidiger im Südwestpokal, gewannen letztes Jahr das Finale gegen Alemannia Waldalgesheim. Welchen Stellenwert hat nun das Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern?
Marcel Gebhardt: „Das Pokalfinale gegen den FCK elektrisiert die ganze Region. Das letzte Pflichtspiel gegen den hier in der Region großen 1. FC Kaiserslautern ist über 50 Jahre her. Allein deshalb wird es ein Highlight, auf das wir uns freuen. Wir sind zum dritten Mal in Folge im Finale, haben jetzt aber eine neue Situation, sind zum ersten Mal der Herausforderer und nicht der Favorit. Das macht das Ganze nochmal anders, aber auch interessant.“

Sie selbst sind zweimaliger Südwestpokalsieger. Welche Tipps können Sie der Mannschaft mitgeben?
Gebhardt: „Ich halte mich eher im Hintergrund. Das Gute ist, unser Trainer Steven Jones war damals auch dabei und weiß also genau, auf was es in solchen Endspielen ankommt. Er ist der Richtige, der Tipps geben kann. Ich kann nur sagen: Man sollte alles reinwerfen, denn es geht um einen Titel, der für die Ewigkeit steht. Gleichzeitig sollte man es genießen und mit positiver Energie in das Spiel gehen.“

Geht um einen Titel, der für die Ewigkeit steht. (über die Bedeutung der Partie.)

Sie sprachen es vorhin an, das Duell gegen Lautern ist historisch. In den Fünfziger-Jahren kämpften beide Mannschaften oft um die Südwestmeisterschaft. Wie bekannt ist die Historie innerhalb der Mannschaft?
Gebhardt: „Da es jetzt durch die Presse geistert, geht das auch an der Mannschaft nicht vorbei. Aber es ist schon viel Zeit vergangen. Bei den Spielern ist glaube ich jetzt eher der große FCK das Thema. Gegen den zu spielen ist ja eigentlich schon das Highlight für die Spieler. Für das Umfeld hingegen ist diese Historie hingegen schon wichtig.“

Der FCK hat einige starke Einzelspieler wie Christian Kühlwetter in seinen Reihen. Auf wen müssen Sie denn besonders achten?
Gebhardt: „Lautern hat generell eine gute Mannschaft und mit Sascha Hildmann einen guten Trainer. Es gibt nicht den einen Spieler, den wir ausschalten müssen. Der FCK hat in allen Mannschaftsteilen gegenüber uns die bessere Qualität. In der Vergangenheit hatten sie aber wechselhafte Ergebnisse und strotzen daher auch nicht gerade vor großem Selbstvertrauen. Das ändert hingegen auch nichts daran, dass sie gegen uns der große Favorit sind.“

Strotzen nicht gerade vor großem Selbstvertrauen. (über den FCK.)

Welche Motivation ist das DFB-Pokalspiel in der 1. Hauptrunde, das Worms zwar mit 1:6 verlor, allerdings vor 8.000 Zuschauern und toller Stimmung?
Gebhardt: „Es ist für uns immer eine extreme Motivation, in den DFB-Pokal einzuziehen. Jeder, der gegen Werder Bremen gespielt hat, hat gemerkt, was da für eine außergewöhnliche Stimmung rund um den Verein herrschte. Den Spielern ist das natürlich heute noch bewusst. Jetzt geht es aber erstmal darum, die tolle Stimmung im Landespokalfinale mitzunehmen. Alles andere kommt von allein.“

Sie sind langjähriger Sportlicher Leiter des Vereins und seit 2017 Sport-Vorstand. Welche Visionen haben Sie mit Wormatia Worms?
Gebhardt: „Wir wollen den Verein wirtschaftlich solide führen und ihn in den Aspekten Infrastruktur, Jugend und Soziales nach vorne bringen, was wir in der letzten Saison gut geschafft haben. Die Regionalliga ist eine extrem große Herausforderung für Wormatia Worms und wird es auch immer bleiben.

Sie sollte nie als Selbstverständlichkeit betrachtet werden. Daher wollen wir vernünftig und seriös arbeiten, sodass der Verein auch bei einem Abstieg nicht in Schieflage gerät. Da geht es uns um den Gesamtverein, dass er nachhaltig lebt und nicht irgendwelche Harakiri-Dinge macht, wie man das momentan bei anderen Vereinen sieht. Das widerstrebt uns, deswegen gehen wir diesen Weg.“

Herr Gebhardt, vielen Dank für das Gespräch!

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