Würzburger Kickers: Aufstieg für Schiele kein Thema

Franken vermeiden zu hohe Ansprüche

Sieht Würzburg nicht als Aufstiegsanwärter: Trainer Michael Schiele

Zurückhaltende Saisonprognose: Kickers-Coach Michael Schiele © imago/foto2press

Bei den Würzburger Kickers blickt Trainer Michael Schiele zurückhaltend auf die bevorstehende Saison. Die Rolle als ein Anwärter auf den Aufstieg in die zweite Liga lehnt der Coach kategorisch ab.

Es macht wenig Sinn, einen Tabellenplatz zu nennen. (Kickers-Coach Michael Schiele)

„Von solchen Einschätzungen halte ich nicht viel“, sagte Schiele in einem Interview mit dem Fachmagazin Kicker (Heft 52 vom 25.06.2018): „Es macht wenig Sinn, einen Tabellenplatz zu nennen.“ Aufgrund der auch in der Breite gewachsenen Stärke der Spielklasse könne sowohl nach oben als auch nach unten viel passieren.

Klare Favoriten sieht Schiele denn auch nicht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass zwei Mannschaften mit einem deutlichen Vorsprung vorneweg marschieren.“

Aus Erfahrungen klug geworden

Schieles Haltung kommt nicht von ungefähr. In der vergangenen Saison war Würzburg als Zweitliga-Absteiger zwar als eine der stärksten Mannschaften und Aufstiegsfavorit eingestuft worden, doch nach einem Fehlstart vorübergehend im Tabellenkeller und in Abstiegsgefahr geraten. Für den direkten Wiederaufstieg oder wenigstens den Relegationsplatz kam die Aufholjagd der Kickers zu spät, so dass am Saisonende Rang fünf heraussprang.

Aus Schieles Sicht sind hohe Ansprüche jedoch auch angesichts des personellen Aderlasses in der Sommerpause unangebracht. „Da ist Qualität verloren gegangen. Wir müssen das auch mit Teamgeist ausgleichen“, sagte der gebürtige Heidenheimer mit Blick auf die Abgänge von Abwehrchef und Kapitän Sebastian Neumann und fünf weiteren Spielern.

Einen Eins-zu-eins-Vergleich der ebenfalls sechs Zugänge mit dem abgewanderten Sextett will Schiele nicht vornehmen. Gleichwohl ist der Coach von der Qualität der Neuverpflichtungen überzeugt: „Wir haben Spieler geholt, die in unser Anforderungsprofil passen.“

Entsprechend ist für Schiele ein Erfolg auf der laufenden Suche nach einem weiteren Stürmer kein Muss. Man habe etwas im Kopf und beobachte den Markt, sagte der Kickers-Trainer: „Wir setzen uns aber nicht unter Druck.“

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