Würzburger Kickers initiieren Aktion gegen Rassismus

Mehrere Vereine schließen sich an

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Freitag, 21.02.2020 | 11:20
Leroy Kwadwo von den Würzburger Kickers

Leroy Kwadwo bekam von vielen Seiten Unterstützung. ©Silvia Gralla

Am Wochende gibt es in der 3. Liga Schweigeminute und Trauerflor für die Opfer von Hanau. Außerdem wird es vor Spielbeginn bei mehreren Partien eine von den Würzburger Kickers und Preußen Münster initiierte Aktion gegen Rassismus geben.

Anlass sind die Vorkommnisse der letzten Woche beim Spiel zwischen Münster und Würzburg als ein einzelner Zuschauer den Kickers-Verteidiger Leroy Kwadwo rassistisch beleidigte. Sofort setzten die Fans von Preußen Münster ein starkes Zeichen gegen Rassismus, als sie auf den Täter hinwiesen und lautstark ihre Ablehnung bekundeten.

Einheitliche T-Shirts beim Auflaufen

„Ich habe unglaublich viele aufmunternde Worte und Nachrichten diese Woche erhalten. Eure Reaktion im Stadion und auch danach hat mich sehr berührt und ist ein ganz starkes Zeichen“, so Kwadwo in der Mitteilung der Kickers.

Nun soll die Kraft des Fußballs genutzt werden, um noch einmal zu unterstreichen, dass in der heutigen Gesellschaft Ausgrenzung und Hass keinen Platz haben. Dazu werden Schiedsrichter und Einlaufkinder in einheitlichen T-Shirts mit der Aufschrift „Rote Karte dem Rassismus – Leroy Kwadwo: Einer von uns“ das Spielfeld betreten.

Kwadwo selbst wird allerdings nicht spielen können. Der Defensivmann ist zum einen leicht verletzt, zum anderen sitzt er am Samstag gegen Eintracht Braunschweig eine Gelbsperre ab.