Würzburger Kickers: Schiele sucht Erklärungen

Ratlosigkeit nach vierter Niederlage in Folge

Michael Schiele von den Würzburger Kickers

Michael Schiele kassierte schon in der Vorsaison einmal vier Pleiten in Folge. ©Imago/foto2press

Nach dem 0:2 gegen Zwickau im eigenen Stadion warten die Würzburger Kickers nun seit sechs Spielen auf einen Sieg. Damit ist das Team von Trainer Michael Schiele das formschwächste der Liga, stellte zudem mit der vierten Niederlage in Folge den Vereinsnegativrekord ein. Mit Erklärungen für die erneute Pleite tut sich der Coach allerdings schwer.

Umstellungen fruchten nicht

„Ich kann der Mannschaft keinen  Vorwurf machen,“ konstatierte der 40-Jährige nach dem Spiel bei Telekom Sport. Dabei haderte er mit vergebenen Chancen, möglichen Elfmetern und der kaum ausgenutzten spielerischen Überlegenheit. „Ich weiß nicht, warum wir verloren haben,“ lautete sein etwas ernüchterndes Fazit daher.

Fakt ist jedoch, dass Würzburg nur zwei Treffer in den letzten fünf Spielen erzielt hat. Auch die Umstellungen vor der Begegnung mit dem FSV fruchteten nicht. Weder Patrick Breitkreuz noch Dominic Baumann konnten in der Spitze das Glück erzwingen. 

Dafür waren es wieder individuelle Fehler, die den Gegner stark machten. Diesmal passierten sie nicht dem bei beiden Fernschüssen machtlosen Schlussmann Leon Bätge, sondern ausgerechnet zwei Spielern, denen Schiele immer das Vertrauen schenkt: Simon Skarlatidis unterlief ebenso ein unnötiger Ballverlust, wie Daniel Hägele.

Probleme gegen hohes Pressing

Die „Schwäne“, die wie von ihrem Trainer Joe Enochs gefordert in der Anfangsphase früh attackierten, nutzten das zwar mit Glück bei den Abschlüssen, aber nicht unverdient aus. Es waren nicht die einzigen Situationen, bei denen der Ball nicht aus der neu formierten Viererkette der Franken über das Mittelfeld nach vorne gebracht werden konnte.

Das stellte auch Kapitän Sebastian Schuppan beim „Kickers TV“ fest, der aber trotzdem das konstruktive Aufbauspiel von hinten heraus weiter als den richtigen Weg ansieht. Erst als die Gäste sich mit der Führung im Rücken deutlich tiefer staffelten, kamen die Rothosen öfter gefährlich ins letzte Drittel.

Immerhin wartet nach der Länderspielpause mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Köln ein Gegner, der zuletzt deutlich zeigte, dass er in der Defensive schwere Probleme hat. Hier könnte sich dann herausstellen, ob die Kickers das Toreschießen ganz verlernt haben.

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