Würzburger Kickers: Schiele von Wende überzeugt

Schmidt-Nachfolger beschwört Potenzial für Klassenerhalt

Von Würzburgs Potenzial überzeugt: Kickers-Trainer Michael Schiele

Fester Glaube an Klassenerhalt: Kickers-Coach Michael Schiele © imago/foto2press

Trotz der rasanten Talfahrt von Schlusslicht Würzburger Kickers glaubt Trainer Michael Schiele weiter an eine positive Trendumkehrung. Vor dem Duell mit dem Halleschen FC (Samstag) betonte der 39-Jährige in einem Interview mit „dfb.de“ ausdrücklich die aus seiner Sicht ausreichende Qualität des Kaders für den Klassenerhalt.

Trotz der Niederlagen in den bisherigen vier Pflichtspielen unter seiner Regie sieht Schiele in den erbrachten „Leistungen Anlass zu Optimismus“. Zudem würde in der Mannschaft nicht zu erkennen sein, „dass auch nur einer die Schultern hängen lässt“.

Wir können mit jedem Gegner mithalten. (Kickers-Trainer Michael Schiele)

Aus Sicht des Nachfolgers von Stephan Schmidt spiegelt die momentane Tabellensituation nicht das tatsächliche Potenzial der Mainfranken wider. „Wir können ohne Frage mit jedem Gegner mithalten“, erklärte Schiele. Voraussetzung dafür sei jedoch zunächst der Wiederaufbau des Selbstvertrauens und die Verinnerlichung von Automatismen.

Vom Aufstiegsanwärter zum Abstiegskandidaten

Als Zweitliga-Absteiger als einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf den Aufstieg in die dritte Liga gestartet, nahm die Saison für Würzburg unerwartet einen gegensätzlichen Verlauf. Mit bislang nur zwei Siegen aus den bisherigen 13 Punktspielen rutschten die Kickers aufgrund einer Serie von nur zwei Punkten aus den vergangenen sechs Begegnungen und zuletzt sogar vier Niederlagen in Folge bis an Tabellenende ab. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt drei Zähler.

An einen Absturz bis in die Regionalliga verschwendet Schiele dennoch keine Gedanken. „Wir befinden uns gerade einmal am 14. Spieltag und zu den Nichtabstiegsplätzen klafft keine große Lücke“, begründete der Coach seine Zuversicht im Kampf gegen den Abstieg.

Die Verwunderung von Kritikern über seine Verpflichtung als Cheftrainer trotz ausgebliebener Erfolge während seiner Interimstätigkeit nach der Trennung von Schmidt kann Schiele „durchaus nachvollziehen, wenn man nur auf die Ergebnisse schaut“. Allerdings seien die Kickers „kein gewöhnlicher Verein, da fallen Entscheidungen nicht stromlinienförmig“.

Durch seine Beförderung habe der Klub „ein klares, sicherlich kein bequemes Zeichen gesetzt“, sagte Schiele weiter. Dadurch sei für die Mannschaft deutlich geworden, „dass es keine Ausreden mehr gibt“.

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