Würzburger Kickers: Schieles Suche nach neuen Strategien

HSV-Ablöse für Ex-Coach Hollerbach noch ungeklärt

Benötigt neues Erfolgsrezept: Würzburgs Trainer Michael Schiele

Suche nach neuer Taktik: Kickers-Coach Michael Schiele © imago/foto2press

Bei den Würzburger Kickers ist nach dem 0:1 bei Abstiegskandidat Preußen Münster weiterhin die Aufarbeitung der Ursachen für das jähe Ende der Siegesserie angesagt. Hinter den Kulissen sorgen derweil Unstimmigkeiten über das neue Engagement von Ex-Trainer Bernd Hollerbach bei Bundesligist Hamburger SV für Unruhe.

Die Gegner spiegeln uns. (Kickers-Trainer Michael Schiele)

Für Würzburgs amtierenden Coach Michael Schiele ist eine der wichtigsten Lehren aus der ersten Niederlage nach zuvor sieben Siegen nacheinander die Notwendigkeit für die Entwicklung neuer Strategien. „Die Gegner spiegeln uns“, beschrieb Schiele in der Main-Post seine jüngsten Erkenntnissen.

Kickers-Gegner verstärken Defensive

Anders als die Kontrahenten vor der Winterpause agierte Münster tatsächlich wie schon eine Woche zuvor Werder Bremen II mit fünf Abwehrspielern gegen die Franken. Laut Schiele „traut sich kaum eine Mannschaft noch, mit einer Viererkette gegen uns anzutreten“.

Auch Mittelfeldspieler Felix Müller konstatierte ungeachtet der Bekanntgabe seines Wechsels im Sommer zu Zweitligist SV Sandhausen Handlungsbedarf beim Zweitliga-Absteiger. „Wir brauchen neue Lösungen“, meinte der 25-Jährige mit Blick auf die offenkundige Entschlüsselung von Würzburgs vorherigem Erfolgsrezept.

Unabhängig von der Taktik allerdings bescheinigte Schiele Teilen seines Teams auch eine nur schwache Leistung. Auf einigen Positionen hätte seine Mannschaft „schon bewiesen, dass wir es besser können“. Müller fasste die Vorstellung in Westfalen mit deutlicheren Worten zusammen: „So reicht es nicht.“

Für noch nicht ausreichend hält Kickers-Vorstandschef Daniel Sauer im Streit um eine Ablöse für Ex-Coach Hollerbach die bisherigen Offerten des HSV. Sauer betonte nochmals, dass eine laut Hamburgs Vorstandsboss Heribert Bruchhagen mit Würzburgs Aufsichtsratschef Thorsten Fischer erzielte Einigung auf ein Ablösespiel oder eine Ausgleichszahlung momentan lediglich „allenfalls als Verhandlungsgrundlage“ betrachtet werden könne.