Zimmermann fest im Sattel

Trainerfrage kommt nicht auf

Mark Zimmermann von Carl Zeiss Jena

Mark Zimmermann hat mit den Abgängen seiner Leistungsträger zu kämpfen. ©Imago/Picture Point

Das torlose Unentschieden gegen Aalen war das siebte sieglose Spiel in Serie für den FC Carl Zeiss Jena. Dabei gelang in fünf dieser Partien kein eigenes Tor. Wo bei anderen Vereinen vielleicht schon der Trainer in die Diskussion geraten würde, bleibt man in Jena weiter gelassen.

Interner Zwist ausgeräumt

Schon in der Halbzeit des Freitag-Abend-Spiels versicherte Geschäftsführer Chris Förster bei Telekom Sport auf die Frage, ob bei den aktuellen Trainerrochaden in der 3. Liga auch in Jena Fragen aufkommen: „Das kann ich ausschließen.“  

Hintergrund waren auch die Unstimmigkeiten der letzten Tage zwischen dem Cheftrainer und Sportdirektor Kenny Verhoene. Hier erläuterte Förster, dass ein klärendes Gespräch stattgefunden habe und der Kern des Problems ausgeräumt sei. Dieses habe in der genauen Aufgabendefinition von Verhoene gelegen, der seit dieser Saison auch Trainer der U21 ist.

Mittelfeld zu dünn besetzt?

Sportlich dürfte Zimmermann reichlich Kredit genießen bei den Verantwortlichen, nachdem er in den letzten Jahren hervorragende Arbeit an den Kernbergen geleistet hatte. Dennoch ist die aktuelle Misere nicht zu übersehen.

Auch gegen zumindest offensiv vollkommen indisponierte Aalener, konnte zu Hause nicht gewonnen werden. Klare Chance waren Mangelware. Für die Leistung gegen den VfR konnte Försters Aussage – „Die Mannschaft spielt gut, hier und da fehlt ein bisschen Glück.“ – nur bedingt gelten.

Vor allem aus dem Mittelfeld kommt allgemein wenig, Neuzugänge gab es in diese Bereich bis auf den Neuseeländer Logan Rogerson, der die meiste Zeit verletzt war, nicht. Kevin Pannewitz machte nach guter Rückrunde eher einen Schritt zurück. Sören Eismann, letzte Saison noch Stammkraft, hat mit Verletzungen zu kämpfen.

Günther-Schmidt macht Hoffnung

Die Abgänge von Antreiber Jan Löhmannsröben und Torjäger Timmy Thiele wirken sichtlich nach. Phillip Tietz ist für letzteren noch kein gleichwertiger Ersatz. Immerhin ist mit Julian Günther-Schmidt ein Hoffnungsträger wieder fit und war gleich an den wenigen Höhepunkten beteiligt. Mit ihm hätte Zimmermann die Option, Manfred Starke wie in der letzten Saison oft erfolgreich praktiziert hinter den Spitzen einzusetzen und vorne auf das Duo Tietz/Günther-Schmidt zu setzen.

Manfred Starke war auch gegen Aalen umtriebig, hatte aber mit seiner Bänderverletzung zu kämpfen. Alleine, dass der bislang gefährlichste Stürmer des FCC bereit war, sich trotz Schmerzen 90 Minuten durchzubeißen, zeigt jedoch, dass die Mannschaft eine geschlossene Einheit formt, zu der auch der Trainer gehört.

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