Hansa Rostock: Breier weiterhin Flügelstürmer

Härtel erhöht Druck auf Farrona Pulido

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Freitag, 16.10.2020 | 09:12
Pascal Breier im Auswärtsspiel beim SC Verl.

Bereits gegen Verl beackerte Pascal Breier den linken Flügel. ©imago images/Noah Wedel

Hansa Rostock ist in dieser Drittliga-Spielzeit zu Hause noch ungeschlagen, vier Punkte konnte die „Kogge“ bislang der Ostsee behalten. Damit dieser Trend auch am Samstag gegen 1860 München anhält, will Trainer Jens Härtel auf die hohe Flexibilität in seinem Kader zurückgreifen, speziell die von Pascal Breier.

Im Vorjahr noch überwiegend im Sturmzentrum gesetzt und dort mit einer starken Ausbeute (15 Treffer, fünf Vorlagen), bot Härtel den 28-Jährigen bereits in der Vorwoche in Verl auf dem linken Flügel auf. „Es ging darum, die Spieler auf den Platz zu bringen, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass wir Tore machen“, führte er nun in der Bild aus (Ausgabe vom 16.10.2020).

Offensive Dreierreihe gefunden

Auf dem linken Flügel war Härtel zwar mit Breiers Darbietung zufrieden, doch auch dem Hansa-Coach ist klar, dass sich dieser eigentlich im Zentrum wohler fühlt. „Nur geht es nicht um Wunsch, sondern darum, was für die Mannschaft am besten ist“, stellt Härtel zugleich klar, dass sich Einzelinteressen dem Wohl des Kollektivs beugen müssen.

Mit Breier auf links, dem bislang überzeugenden Maurice Litka als Pendant auf der rechten Außenbahn sowie John Verhoek als klassischem Stoßstürmer in vorderster Front scheint sich die offensive Dreierreihe an der Ostsee vorerst gefunden und festgespielt zu haben.

über Manuel Farrona Pulido
„ Er hatte seine Chance gekriegt, das war ein bisschen holprig. ”
Hansa-Trainer Jens Härtel

Auch, weil Härtel bislang noch nicht mit den Leistungen von Manuel Farrona Pulido einverstanden ist. Der Neuzugang aus Osnabrück, mit Härtel bereits aus gemeinsamen Magdeburger Tagen bestens vertraut, sollte eigentlich den linken Flügel beackern und von dort die Offensive ankurbeln.

„Er hatte seine Chance gekriegt, das war ein bisschen holprig“, zieht Härtel ein durchwachsenes Fazit. Im Pokal gegen Stuttgart und zum Saisonstart gegen Duisburg noch in der Startelf, reichte es gegen Saarbrücken nur zu einer späten Einwechslung. Gegen Verl stand Farrona Pulido unterdessen gar nicht im Spieltagskader. „Da muss man ab und zu in den sauren Apfel beißen und im Training wieder Gas geben. Die Tür ist ja für ihn nicht zu“, hat er ihn aber noch nicht abgeschrieben.