Hansa Rostock: Markus Mendler im Visier

Suche nach Biankadi-Nachfolger zieht sich

Markus Mendler (r.) gegen Mannheim.

Markus Mendlers (r.) Auftritte in der Regionalliga Südwest haben Hansa aufhorchen lassen. ©imago images/foto2press

Einen Schnellschuss wagte Hansa Rostock als Reaktion auf den Abgang von Merveille Biankadi bislang nicht. Und auch die zuletzt im Probetraining vorspielenden Dylan George und Stephan Andrist müssen sich noch gedulden. „Wir werden in der kommenden Woche beratschlagen, ob uns der ein oder andere helfen kann“, erklärte Sportvorstand Martin Pieckenhagen am Freitag.

Nachdem zuletzt das Interesse am Ex-Lotteraner Maximilian Oesterhelweg abgekühlt ist, soll der Blick nach Verstärkungen auch eine Klasse tiefer in die Regionalliga gegangen sein. Nach Recherchen von Liga-Drei.de beschäftigt sich Hansa dabei auch mit Markus Mendler vom 1. FC Saarbrücken.

Starke Quote in der 4. Liga

Der 26-Jährige erhielt seine fußballerische Ausbildung beim 1. FC Nürnberg, kam dort aber überwiegend in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga zum Einsatz. Auch eine halbjährige Leihe nach Sandhausen ab Januar 2014 war nicht von Erfolg gekrönt, lediglich zwei Mal stand er in der 2. Bundesliga auf dem Feld.

Nach einem Jahr bei den Stuttgarter Kickers, für die er in der 3. Liga 24 Spiele machte, fand er 2016 eine neue Heimat in Saarbrücken und blühte dort auf. Bei den Saarländern avancierte der Linksaußen, der auch im Zentrum und auf dem rechten Flügel eingesetzt werden kann, zum Stammspieler und Leistungsträger. In 91 Pflichtspielen war der Linksfuß an 60 Treffern direkt beteiligt (26 Tore, 34 Vorlagen).

Keine gute Verhandlungsposition für Hansa

Knackpunkt aus Rostocker Sicht: Mendler ist noch bis 2020 vertraglich an Saarbrücken gebunden. Da der Regionalligist finanziell gut aufgestellt ist, steht er nicht unter Druck, Leistungsträger unter Wert abgeben zu müssen.

Zudem werden auch die Saarländer mitbekommen haben, dass Hansa sich den Biankadi-Abgang mit einem hohen sechsstelligen Betrag aus Heidenheim hat versüßen lassen. Ein Umstand, der die Rostocker Verhandlungsposition zusätzlich schwächt.

Hansas Bedarf auf links ist aber nicht nur das Resultat aus dem Abschied von Biankadi: Mit Aaron Opoku (Knieprobleme), Lukas Scherff und Erik Engelhardt (beide Kreuzbandanriss) fehlen gleich drei Spieler, die dort agieren können. Zuletzt beorderte Trainer Jens Härtel mit Maximilian Ahlschwede einen Rechtsverteidiger auf den linken Flügel.

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