SC Paderborn 07: Gehen die Lichter aus?

Präsident Finke dreht den Geldhahn zu

Wilfried Finke, Präsident des SC Paderborn 07.

Paderborns Präsident Wilfried Finke will kein Geld mehr in den Verein buttern. ©Imago

Sportlich ist es um den SC Paderborn 07 nicht gut bestellt. Die Ostwestfalen, die vor zwei Jahren noch in der Bundesliga spielten, rangieren inzwischen auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Folge. Doch selbst, wenn der Klassenerhalt auf sportlichem Wege noch geschafft werden sollte, steht der Verein vor dem Aus. Wie Präsident Wilfried Finke jetzt in der BILD sagte, muss Paderborn bis zum 15. Mai drei Millionen Euro aufbringen.

Ich mache meinen Geldbeutel nicht weiter auf. (Wilfried Finke)

Klappt das nicht, wird die Lizenz nicht erteilt und der Verein muss reamateurisiert werden. Von Finke selbst kann der Klub keine finanzielle Hilfe mehr erwarten: „Ich mache meinen Geldbeutel nicht weiter auf. Knapp 4 Mio sind schon von der Stadiongesellschaft – dabei allein 2,2 von meiner Unternehmensgruppe – zur Verfügung gestellt worden. Sonst wäre der Verein bereits im Februar zahlungsunfähig gewesen. Jetzt sind andere dran.“

Rund 100 Jobs in Gefahr

Finke hofft auf „einen Solidarpakt mit Stadt, Banken und Wirtschaft“, um den SC Paderborn 07 doch noch vor dem finanziellen Kollaps zu bewahren. Wenn der nicht zustande kommt, dann würden etwa 100 Angestellte des Vereins ihre Arbeitsstelle verlieren.

Die Spieler der Ostwestfalen können nur insofern ihren Beitrag zur Rettung des SCP leisten, indem sie zumindest den sportlichen Klassenerhalt in der 3. Liga schaffen. Schon am Samstag steht ein ganz wichtiges Spiel an, wenn die Mannschaft auf einen Ex-Klub von Trainer Stefan Emmerling trifft: Mit Rot-Weiß Erfurt ist ein Mitkonkurrent im Abstiegskampf zu Gast.

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