1. FC Magdeburg: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Steffen Schäfer, Philip Türpitz & Co.

Steffen Schäfer im Volksparkstadion

Steffen Schäfer verließ den 1. FC Magdeburg im Sommer, wechselte nach Holland. ©Imago images/Christian Schroedter

Enorm viele Abgänge hatte der 1. FC Magdeburg im Sommer zu verzeichnen, einer davon war Steffen Schäfer. Den Innenverteidiger zog es zu VVV-Venlo in die erste niederländische Liga und er ist „sehr zufrieden, den Schritt gemacht zu haben“, wie er im Gespräch mit Liga-Drei.de verrät.

Bei der Eingewöhnung halfen ihm viele deutschsprachige Mitarbeiter und Mitspieler, generell herrsche eine „familiäre Atmosphäre“. Spielerisch werden mehr technische Schwerpunkte gesetzt – was allerdings in Eredivisie auch nötig ist. „Jede Mannschaft, egal ob Platz 1 oder Platz 18, hat eine sehr starke, schnelle, technisch starke Offensive. Man hat kaum Zeit durchzuschnaufen und sollte definitiv keine Situation unterschätzen, weil diese gnadenlos bestraft werden“, so Schäfer, der froh ist, sich mit den starken Gegenspielern messen zu können.

Große Verbundenheit

Aktuell steht Venlo auf einem Abstiegsplatz, allerdings: „Leider haben die letzten Ergebnisse nicht unsere Leistung widergespiegelt, ich denke da waren sicherlich zwei bis drei Siege drin“, hofft Schäfer auf einen Aufschwung in den nächsten Wochen. Dem 1. FC Magdeburg ist er währenddessen immer noch sehr verbunden.

„Ich war zuletzt noch in Düsseldorf das Spiel gegen Uerdingen gucken, auch beim Spiel gegen Viktoria Köln war ich vor Ort“, so Schäfer über den FCM und weiter: „Mit Tarek Chahed habe ich fast täglich Kontakt. Auch mit Heiko Horner oder den Physiotherapeuten ist der Kontakt nicht abgerissen, das freut einen natürlich.“

Tim Kips bei F91 Düdelingen

Ein weiterer Abgang, Tim Kips, steht nun für F91 Düdelingen auf dem Feld. ©Imago images/Majerus

Die übrigen Abgänge:

Marius Bülter:
Beim 1. FC Union Berlin setzt er seine sehr gute Entwicklung auch in der Bundesliga fort. Gegen den BVB traf er doppelt, gegen den SC Freiburg erzielte er mit einem Traumtor aus der zweiten Reihe das frühe 1:0. Konnte sich an der Alten Försterei durchsetzen.

Michel Niemeyer:
Blieb in der zweiten Liga, beim SV Wehen Wiesbaden. Dort ist Niemeyer Stammspieler auf der linken Defensivseite und füllt seine Rolle solide aus.

Mario Seidel:
Bei den Kickers Offenbach konnte sich der 24-Jährige noch nicht durchsetzen. Aktuell sitzt er als Nummer zwei hinter Dominik Draband auf der Ersatzbank.

Felix Lohkemper:
Sechs Liga-Einsätze für den 1. FC Nürnberg hat Lohkemper vorzuweisen, wird bei den Franken vorzugsweise als Joker eingesetzt. Offen ist, ob er nach dem Trainerwechsel hin zu Jens Keller mehr Spielzeit erhält.

Nico Hammann:
Läuft für Ligakonkurrent Jena auf und agiert dort wahlweise als Innen- bzw. Linksverteidiger oder im defensiven Mittelfeld. Zuletzt ging seine Formkurve wie die der gesamten Mannschaft nach oben.

Christopher Handke:
Hatte Schwierigkeiten, in die erste Elf zu kommen, biss sich aber durch und ist seit dem sechsten Spieltag Stammspieler beim FSV Zwickau. Dort geht er als Leistungsträger in der Defensive voran.

Giorgi Loria:
Der Torhüter kickte bereits in Georgien, Griechenland, Russland und zuletzt Magdeburg – jetzt sammelt er bei Anorthosis Famagusta in Zypern einen weiteren Länderpunkt. Bei Famagusta läuft es für Loria: Als Stammkeeper hat er großen Anteil an der Tabellenführung seines neuen Vereins.

Leon Heynke:
In der vergangenen Saison an Germania Halberstadt ausgeliehen, kickt Heynke nun fest in der Regionalliga Nordost, bei Lok Leipzig. Dort muss der Defensiv-Mann um seinen Platz kämpfen, saß zuletzt nur auf der Bank.

Aleksandar Ignjovski:
Bei Holstein Kiel hatte er unter Ex-Coach André Schubert einen guten Stand. Dann bremste ihn eine Verletzung aus, zuletzt saß der Routinier auf der Bank und muss sich rankämpfen.

Steven Lewerenz:
Der Offensivmann wechselte in die zweite belgische Liga, zum von Dino Toppmöller trainierten Royal Excelsior Virton. Dort hatte er allerdings nur einen Einsatz, hat es schwer, sich in Belgien durchzusetzen.

Richard Weil:
Der 31-Jährige ist Kapitän bei den Offenbacher Kickers, wo er als Stammspieler vorangeht. Einzig ein Sehnenanriss setzte ihn Mitte der Hinrunde außer Gefecht. Zuletzt stand er allerdings wieder beständig auf dem Feld, konnte jedoch auch nicht verhindern, dass die Kickers nur einen Punkt aus den letzten vier Spielen holten.

Tim Kips:
Der junge Torhüter wechselte ebenfalls zu Royal Excelsior Virton, die Belgier verliehen ihn gleich weiter zum luxemburgischen Serienmeister F91 Düdelingen. Dort durfte er bereits zweimal in der Liga sowie auch in der Champions League- sowie der Europa League-Quali ran. Zuletzt saß er in Liga und dem internationalen Wettbewerb als Ersatzkeeper auf der Bank.

Joel Abu Hanna:
Für Zorya Luhansk stand der Linksverteidiger bislang in zehn von 14 Partien auf dem Feld – und trägt damit zum Mannschaftserfolg des Tabellenzweiten der ukrainischen Liga bei. Zu Saisonbeginn sammelte er außerdem in der Europa-League-Quali internationale Erfahrung.

Pascal Schmedemann:
Bei Germania Halberstadt soll Schmedemann Spielpraxis sammeln und nach seiner Leihe gestärkt nach Magdeburg zurückkommen. Bislang geht der Plan gut auf, zuletzt fehlte Schmedemann lediglich wegen eines Platzverweises.

Dennis Erdmann:
Soll beim TSV 1860 München genau das machen, was er beim FCM machte: Als Leader vorangehen. Seine Rolle füllte er bislang erwartungsgemäß aus, ist allerdings kein unumstrittener Stammspieler.

Jan Kirchhoff:
Als Kapitän des KFC Uerdingen fand er schwer in die Saison, seit seiner Beorderung vom defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung kann Kirchhoff allerdings seine Qualitäten bestens einbringen und geht voran.

Philip Türpitz:
Zu Saisonbeginn fehlte Türpitz dem SV Sandhausen verletzungsbedingt, kam dann meist als Joker, spielte sich aber zuletzt in die Startelf. Dort agiert er auf dem linken Flügel.

Nils Butzen:
Folgte Jens Härtel nach Rostock, wo er auf der rechten Defensivseite mit Maximilian Ahlschwede um den Stammplatz kämpft. Zuletzt hatte Ahlschwede die Nase vorne, Butzen saß dreimal in Folge auf der Bank.

Romain Brégerie:
Nach seinem Abschied aus Magdeburg trainierte Brégerie im Sommer bei den Würzburger Kickers mit, zu einem Engagement kam es allerdings nicht. Aktuell ist der Abwehrmann vereinslos.

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