Chemnitzer FC: Insolvenz-Gerüchte vor Abstiegsendspiel

Kein CFC-Dementi zu Antragsplänen

Lässt alle Szenarien prüfen: CFC-Sportchef Steffen Ziffert

Andeutungen zu Schieflage: CFC-Sportvorstand Steffen Ziffert © imago/picture-point-le

Kurz vor dem „Abstiegsendspiel“ bei den Sportfreunden Lotte (Samstag) sorgen beim Chemnitzer FC Spekulationen über angebliche Planungen für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens für zusätzliche Unruhe. Einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 21.03.2018) zufolge prüft die Spitze des klammen Vereins derzeit entsprechende Möglichkeiten.

Eine Antwort bedarf der Abstimmung zwischen den Mitgliedern der Gremien. (Thomas Uhlig)

CFC-Vorstand Thomas Uhlig dementierte die Überlegungen auf Anfrage des Blattes nicht. Eine Antwort auf dahingehende Fragen „bedarf einer Abstimmung zwischen den Mitgliedern der Gremien, welch erst noch stattfindet“, zitierte die Bild die Reaktion des 45-Jährigen.

Millionen-Spritze schon im Vorjahr notwendig

Womöglich wird Chemnitz momentan von den Problemen der Vergangenheit wieder eingeholt. Bereits im Vorjahr benötigten die Himmelblauen massive finanzielle Unterstützung durch die Stadt und einen weiteren Partner in siebenstelliger Höhe zur Deckung ihrer Kosten.

Ein für den Fall der Einleitung einer Insolvenz vorgesehener Abzug von neun Punkten würde den Abstieg des CFC angesichts von momentan vier Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz (Lotte) voraussichtlich besiegeln.

Uhligs für den sportlichen Bereich zuständiger Vorstandskollege Steffen Ziffert hatte bereits im Programmheft zum jüngsten Punktspiel gegen Werder Bremen II am vergangenen Sonntag Andeutungen zu einer möglichen finanziellen Schieflage gemacht. Der Verein müsse sich „mit allen möglichen Situationen, die eintreffen können, beschäftigen und auseinandersetzen“, schrieb Ziffert.

Auftrag schon vergeben?

Dabei erweckt die Haushaltslage der Sachsen auf den ersten Blick nicht so große Sorgen wie beim insolvent gegangenen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt. Denn neben einer beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) hinterlegten Liquiditätsreserve von einer halben Million Euro stehen dem CFC derzeit mindestens noch weitere frische Mittel in Höhe von gut 330.000 Euro aus TV-Geldern und Sponsoreneinnahmen zur Verfügung.

Dennoch hat die Chemnitzer Führung oiffenbar auch das „worst case“-Szenario weiter zumindest im Auge. Laut Bild-Informationen hat bereits ein Rechtsanwalt den Auftrag zur Prüfung eines Insolvenzantrages erhalten.

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