Chemnitzer FC: Stadionvorstellung

Die community4you-Arena im Detail

community4you-Arena Chemnitz

Die community4you-Arena, Heimspielstätte des Chemnitzer FC.©Imago Picture Point

Nach drei recht erfolgreichen Spielzeiten mit Platzierungen in der oberen Tabellenhälfte zeigt sich beim Chemnitzer FC in dieser Saison ein ganz anderes Bild. Die Sachsen stecken tief im Abstiegskampf. Liga-Drei.de beleuchtet in diesem Beitrag aber nicht die sportliche Situation der Chemnitzer, sondern stattet der Heimspielstätte des CFC einen Besuch ab. Ziel ist die community-4-you-Arena.

Name: community-4-you-Arena  (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 15.200 Plätze
Sitzplätze: 8.200 (alle überdacht)
Stehplätze: 7.000 (alle überdacht)
Rollstuhlplätze: Blöcke 9 und 14 auf der Westtribüne
Gästeblock: Block 20 auf der Nordtribüne (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Die community4you-Arena steht seit 2016 – ein moderner Bau, Nachfolger des „Stadion an der Gellertstraße“. Bekannt ist die ehemalige Heimat der Chemnitzer auch als „Fischerwiese“, abgeleitet vom Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, so jedenfalls hieß die Spielstätte zwischen 1950 und 1990, der Name ging zurück auf den ehemaligen Innenminister Sachsens.

Die Geschichte des Vorläufers der heutigen, moderenen Arena schloss mit einem 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern im Januar 2014. Symbolisch für die Historie des ehemaligen Wohnzimmers war dieses Resultat aber keineswegs. Die Chemnitzer feierten dort beachtliche Erfolge. Der wohl größte Triumph gelang 1967, als der Klub nicht nur DDR-Meister wurde, sondern sich auch für den UEFA-Pokal qualifizierte. Als FC Karl-Marx-Stadt unterlagen die Sachsen dem RSC Anderlecht auswärts mit 1:2 sowie daheim mit 1:3 – in Chemnitz übrigens vor über 29.000 Zuschauern.

Gebaut wurde das Chemnitzer Stadion bereits im Jahr 1933, auf einem Areal, das zuvor als Reitplatz diente. Ein Jahr nur wurde geackert, um fortan 30.000  Zuschauern Platz zu ermöglichen. Und recht schnell schaute auch die Prominenz vorbei. Im Juni 1934 gastierte der FC Madrid, immerhin Vorläufer von Real, in der Stadt, der mit 2:5 unterlag.

Der PSV Chemnitz nutzte diese Spielstätte ganz zu Beginn für seine Heimspiele, nach dem Krieg folgte die SG Chemnitz-Nord. In den 1950er Jahren dann kamen die weitren Vorläufer des Chemnitzer FC hervor, die BSG Chemie Chemnitz, dann der SC Motor Karl-Marx-Stadt. Ab 1966 schließlich ging es als FC Karl-Marx Stadt weiter. Aus dem FC ist der CFC offiziell entstanden, gegründet wurde der Klub also recht spät, am 15. Januar 1966.

Seit 1990 heißt der Verein Chemnitzer FC. Das Stadion bekam zunächst im Jahr 1976 eine elektronische Anzeigetafel verpasst. Größere Arbeiten an der Gellertstraße erfolgten erst in den 1980er Jahren. Ein Dach für die Westseite gab’s Ende der 80er.

Nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga 1991 musste der CFC umziehen und auf das weitaus weniger beliebte, dafür aber weitläufigere Sportforum ausweichen. Die Fischerwiese erfüllte die Auflagen für die zweite Liga nicht. Nach dem Abstieg 1996 ging es endlich wieder zurück – die alte Heimstätte war in dieser Zeit runderneuert worden. An diesem traditionsreichen Ort gelang schließlich 1999 die Rückkehr ins Unterhaus.

Erneut wurde die Erfüllung bestimmter Auflagen gefordert – dieses Mal wurden sie auch erfüllt und der CFC durfte an der Gellertstraße bleiben, baute einen Spielertunnel, neue Umkleidekabinen sowie einen VIP-Raum und auch eine Flutlichtanlage.

Seitdem ging es stetig voran, bis schließlich die neue Fußball-Arena errichtet wurde. Beim CFC hofft man – ungeachtet der aktuellen Situation – ja schon ein bisschen auf eine Rückkehr in die zweite Liga. Mit 7.440 Fans im Schnitt belegen die Chemnitzer übrigens im ligainternen Vergleich den achten Rang.

Bisher vorgestellte Stadien
Aalen (Ostalb-Arena)
Erfurt (Steigerwaldstadion)
Großaspach (mechatronik Arena)
Halle (erdgas Sportpark)
Jena (Ernst-Abbe-Sportfeld)
Lotte (FRIMO-Stadion)
Karlsruhe (Wildpark)
Köln (Südstadion)
Magdeburg (MDCC-Arena)
Meppen (Hänsch-Arena)
Münster (Preußenstadion)
Osnabrück (Stadion an der Bremer Brücke)
Paderborn (Benteler Arena)
Rostock (Ostsee-Stadion)
Unterhaching (Alpenbauer Sportpark)
Wehen Wiesbaden (BRITA-Arena)
Würzburg (Flyeralarm Arena)
Zwickau (Stadion Zwickau)

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!