FSV Frankfurt: Was wurde aus den Abgängen?

Wer hat sich verbessert, wer nicht?

Edmond Kapllani, früher beim FSV Frankfurt, jubelt jetzt für den SV Elversberg.

Will jetzt den SV Elversberg in die 3. Liga schießen: Der Ex-Frankfurter Edmond Kapllani. ©Imago

23 Zugänge und (die Leihspieler mit eingerechnet) 26 Abgänge – wesentlich größer kann ein Umbruch bei einer Mannschaft wohl gar nicht sein. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga hat der FSV Frankfurt genau das in diesem Sommer erlebt. Liga-Drei.de zeigt Euch, wie es für die Ex-Frankfurter bei ihren neuen Klubs läuft.

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André Weis: Der Stammkeeper war einer der wenigen Lichtblicke der Vorsaison, deshalb konnte er in der 2. Liga bleiben. Beim 1. FC Kaiserslautern startete er ebenfalls als Nummer 1, sah dann gegen Sandhausen aber die Rote Karte (Handspiel außerhalb des Strafraums). Die Sperre ist zwar inzwischen abgelaufen, Weis musste zuletzt aber trotzdem dem jungen Julian Pollersbeck den Vortritt im FCK-Tor lassen.

Mario Engels: Zwei Jahre spielte der rechte Flügelstürmer am Bornheimer Hang, bevor er Mitte August zu Slask Wroclaw in die polnische Ekstraklasa wechselte. Hier wurde Engels bislang 2-mal eingewechselt, in vier weiteren Partien dieser Saison kam er allerdings gar nicht zum Einsatz.

Florian Ballas: Nach seinem Wechsel von Hannover 96 zum FSV blieb der Innenverteidiger anderthalb Jahre in Frankfurt. Als der Abstieg feststand, schloss er sich dem Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden an. Bei der SGD war er zunächst Stammspieler und erzielte sogar einen Treffer, nach der Rückkehr von Giuliano Modica sitzt Ballas aber nur noch auf der Bank.

Manuel Konrad: Gemeinsam mit Ballas wechselte auch Manuel Konrad nach Dresden. Zuvor hatte der defensive Mittelfeldmann sechs Jahre beim FSV gespielt. Bei Dynamo reichte es für ihn bislang nur zu einem Startelf-Einsatz, vier weitere Male wurde er eingewechselt.

Lukas Gugannig: Der Österreicher hat mit einer starken Saison auf sich aufmerksam gemacht, deshalb spielt er weiterhin in der 2. Bundesliga. Bei der SpVgg. Greuther Fürth konnte er aber noch nicht so richtig Fuß fassen, er kam nur zu einem Kurzeinsatz. Seine Konkurrenten Marco Caligiuri und Marcel Franke sind Gugannig momentan einen Schritt voraus.

Alexander Huber: Fünf Jahre lang trug der Rechtsverteidiger das FSV-Trikot, sein Vertrag galt allerdings ausschließlich für die 2. Liga. Deshalb hat sich der ehemalige Junioren-Nationalspieler im Sommer auf die Suche nach einem neuen Verein begeben, bisher hat sich aber kein Interessent gefunden.

Marc-André Kruska: 2014 kam der Ex-Dortmunder an den Bornheimer Hang, jetzt ist er für den Ligakonkurrenten SC Paderborn 07 aktiv. Bei den Ostwestfalen ist Kruska im zentralen Mittelfeld gesetzt, bisher steht für ihn eine Torvorlage zu Buche. Ende Oktober kommt es zum Wiedersehen mit seinen alten Teamkollegen.

Zlatko Dedic: Genau wie Kruska spielt auch Zlatko Dedic inzwischen für die Paderborner. Der ehemalige slowenische Nationalspieler hat sich dort nach einer kurzen Eingewöhnungsphase einen Stammplatz erkämpft, gleich in seiner ersten Partie von Beginn an gegen Chemnitz traf er doppelt.

Heinrich Schmidtgal: Der Linksverteidiger galt einst als großes Talent, in Frankfurt konnte er davon allerdings nichts zeigen – nach einer langwierigen Knieverletzung schaffte er es kein einziges Mal in den Kader. Jetzt befindet sich der frühere Nationalspieler Kasachstans auf Vereinssuche.

Edmond Kapllani: 108 Pflichtspiele und 40 Tore für den FSV – die Bilanz des albanischen Stürmers kann sich durchaus sehen lassen. Mit inzwischen 34 Jahren rückt das Karriereende näher, vorher will Kapllani aber noch den Regionalligisten SV Elversberg in die 3. Liga schießen. Der Start lief mit sechs Treffern in 13 Spielen nahezu perfekt.

Denis Epstein: Vor drei Jahren kam der linke Außenbahnspieler von Atromitos Athen nach Frankfurt, jetzt wechselte er aus der Main-Metropole zurück nach Griechenland. Beim dortigen Erstliga-Aufsteiger AOK Kerkyra hat er nach seiner Ankunft alle Spiele von Beginn an bestritten, beim bisher einzigen Saisonsieg der Mannschaft gelang Epstein ein Treffer.

Fanol Perdedaj: Für eine Saison war der kosovarische Nationalspieler im defensiven Mittelfeld des FSV nicht wegzudenken, nach dem Abstieg ging er zum TSV 1860 München. Auch hier ist Perdedaj gesetzt, manchmal aber als Rechtsverteidiger. Er hat noch kein Pflichtspiel der „Löwen“ verpasst.

Denis Mangafic: Nach seinem Wechsel aus Offenbach wurde der rechte Verteidiger in seiner Heimatstadt Frankfurt nicht glücklich. Er absolvierte nur eine Zweitliga-Partie, meistens stand er nicht einmal im Kader. Für Preußen Münster spielte er bislang 5-mal von Beginn an, die anderen fünf Spiele verpasste er aus verschiedenen Gründen (Sperre, Verletzungen, nicht im Kader).

Ehsan Haji Safi: Den iranischen Linksverteidiger zog es nach einem Jahr beim FSV mit 27 Einsätzen in der 2. Bundesliga zurück in sein Heimatland. Bei seinem Ex-Klub Sepahan in der Persian Golf Pro League ist er Stammspieler und inzwischen sogar zum Kapitän aufgestiegen.

Leihspieler: Besar Halimi durfte beim FSV Mainz 05 bislang nur in der 2. Mannschaft ran. Taiwo Awoniyi gehört beim niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen zum Stammpersonal. Zsolt Kalmar sitzt bei RB Leipzig meist nur auf der Tribüne. In-Hyeok Park wurde von seinem Stammverein Hoffenheim direkt an den slowenischen Klub FC Koper weiter verliehen, gleiches gilt für Felipe Pires, der für die kommenden zwei Jahre bei Austria Wien spielen wird.

Yann Rolim kommt beim Karlsruher SC aktuell meistens als Einwechselspieler zum Einsatz. Niki Zimling steht wieder in Mainz unter Vertrag, konnte wegen einer Verletzung aber noch nicht eingesetzt werden. Genauso geht es Dani Schahin, der von Mainz nach Kerkrade gewechselt ist und Gabriel Silva bei seinem Klub Barra FC in Brasilien. Joel Gerezgiher spielt bei der Frankfurter Eintracht keine Rolle.