FSV Frankfurt: Zwischenbilanz der Neuzugänge

Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Massimo Ornatelli, Leistungsträger beim FSV Frankfurt.

Ist beim FSV Frankfurt richtig aufgeblüht: Massimo Ornatelli, der im Sommer aus Osnabrück kam. ©Imago

20 Neuzugänge präsentierte der FSV Frankfurt in diesem Sommer. Logisch, dass die Mannschaft sich bei so einem Umbruch erst einmal finden muss. Bei den Männern vom Bornheimer Hang hat es bis zum 6. Spieltag gedauert: Bis dahin hatten die Frankfurter noch keinen Sieg auf dem Konto und waren Tabellenletzter. Danach folgten fünf Siege aus sieben Spielen und keine weitere Niederlage. Wie sich die Neuen des FSV dabei entwickelt haben, zeigt Euch Liga-Drei.de hier!

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Christopher Schorch: Vor sieben Jahren kickte er noch beim Nachwuchs von Real Madrid, seither befindet sich Schorch auf Deutschland-Tour. Frankfurt ist inzwischen seine sechste Station seit 2009. Beim FSV war er zunächst in der Innenverteidigung gesetzt, danach musste er 5-mal in Folge zuschauen. In den jüngsten drei Partien kam er jeweils nur zu Kurzeinsätzen.

Bentley Baxter Bahn: Der von den Stuttgarter Kickers gekommene Mittelfeldmann ist aus der Startelf gar nicht mehr wegzudenken. Nur gegen Regensburg durfte er nicht von Beginn an ran. Zuletzt entdeckte der 24-Jährige auch seine Torgefährlichkeit: In den jüngsten beiden Heimspielen gegen Fortuna Köln (6:0) und Paderborn (3:0) erzielte er jeweils einen Treffer.

Patrick Ochs: Mit der Erfahrung von 216 Bundesliga-Partien für Eintracht Frankfurt, Hoffenheim und Wolfsburg ist der Kapitän ein unverzichtbarer Bestandteil der Mannschaft. Auf der Rechtsverteidiger-Position gibt es, sofern Ochs fit ist, kein Vorbeikommen für seine Konkurrenten.

Massimo Ornatelli: Im Gegensatz zu seiner letzten Saison in Osnabrück (drei Tore, zwei Assists) dreht der Deutsch-Italiener beim FSV jetzt richtig auf: Für die Frankfurter traf Ornatelli bereits 4-mal, zudem bereitete er acht weitere Tore vor – alleine gegen Fortuna Köln gelangen ihm vier Assists. Damit gehört der 30-Jährige zu den Schlüsselspielern in der Offensive.

Adil Chihi: Er war auf einem guten Weg, ebenfalls ein wichtiger Mann im Angriff zu werden. Doch nach zwei Torvorlagen zu Beginn der Saison verletzte sich Chihi. Seitdem bekommt er kaum noch Chancen, sich zu beweisen: Nur 18 Minuten Einsatzzeit hat der Marokkaner seit dem 6. Spieltag aufzuweisen.

La’Vere Corbin-Ong: Der Linksverteidiger, vor der Saison vom Berliner AK gekommen, ist unumstrittener Stammspieler – nur in Rostock und in Halle stand er nicht von Beginn an auf dem Rasen. Vor allem in den vergangenen fünf Partien wusste der Engländer durchweg zu überzeugen.

Denis Streker: Der gebürtige Mainzer stand von 2014 bis zu diesem Sommer in der österreichischen Bundesliga beim SV Ried unter Vertrag. Bei den Frankfurtern gilt er im defensiven Mittelfeld als gesetzt, zuletzt musste er aber aufgrund einer Innenbanddehnung passen. In der jetzigen Länderspielpause soll Streker ins Training zurückkehren.

Ranisav Jovanovic: Mit seinen 36 Jahren ist der Mittelstürmer der „Oldie“ unter den Neuzugängen. Zu Beginn der Saison stand Jovanovic dennoch immer in der Startelf, in den jüngsten acht Partien kam er aber maximal als Joker zum Einsatz. Er wartet noch auf seinen ersten Treffer für den FSV.

Marc Heitmeier: War zunächst Stammspieler in der Innenverteidigung, sah in Rostock dann aber die Rote Karte. Danach kam Heitmeier, der zuvor für Preußen Münster kickte, nur noch von der Bank. In den vergangenen beiden Spielen gegen Paderborn und Osnabrück stand er wieder in der Anfangsformation, jetzt allerdings im defensiven Mittelfeld.

Sebastian Schachten: Nach einem Jahr in der Schweiz beim FC Luzern kehrte der Rechtsverteidiger nach Deutschland zurück. Schachten stand anfangs immer in der Startelf. Seit die Frankfurter aber ihre starke Serie mit zwischenzeitlich vier Siegen in Folge gestartet haben, ist er nicht mehr erste Wahl. Zuletzt saß er 4-mal über die vollen 90 Minuten auf der Bank.

Steffen Schäfer: Wohl nur wenige hätten damit gerechnet, dass sich der Neuzugang vom 1. FC Saarbrücken in der Innenverteidigung etablieren würde. Genau das ist Schäfer aber gelungen: Seit dem 4. Spieltag hat er keine Spielminute mehr verpasst. Dabei zeigt er konstant gute Leistungen.

Fabian Burdenski: Der Sohn des ehemaligen Nationaltorwarts Dieter Burdenski ist noch nicht so richtig in der Main-Metropole angekommen: Erst ein Spiel – und das auch nur über 20 Minuten – durfte der defensive Mittelfeldspieler für die Mannschaft von Trainer Roland Vrabec bestreiten.

Fabian Graudenz: Der 24-Jährige befindet sich in der klassichen Rolle des Jokers, nur ein einziges Mal durfte er von Anfang an spielen. Bisher stehen für den aus Aachen gekommenen Graudenz drei Assists zu Buche, außerdem traf er am vergangenen Wochenende beim 1:1 in Osnabrück erstmals für seinen neuen Klub.

Yannick Stark: Führungsspieler – das ist wohl die passende Job-Beschreibung von Yannick Stark. Beim FSV entwickelte er sogar Torgefahr: Bereits fünf Treffer gehen auf sein Konto. Damit hat er schon jetzt ein Tor mehr erzielt als in den Jahren 2011 bis 2013, als Stark ebenfalls am Bornheimer Hang spielte.

Fabian Schleusener: Der Offensivmann hat richtig bei den Frankfurtern eingeschlagen. Schleusener gehörte bisher immer zur ersten Elf, nur ein einziges Mal wurde er frühzeitig vom Platz genommen. Der Aufschwung des FSV ist ganz eng mit ihm verbunden: In den jüngsten sieben Spielen traf er 6-mal.

Cagatay Kader: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten hat sich der 19-Jährige zuletzt in die Anfangsformation gespielt. Gegen Halle durfte er erstmals starten, seither ist er im Angriff gesetzt. Bei seiner Torgefährlichkeit hat Kader aber noch Luft nach oben: Bislang erzielte er einen Treffer selbst, einen weiteren bereitete er direkt vor.

Maurice Deville: Der aus Kaiserslautern ausgeliehene Stürmer traf ebenfalls einmal für die Frankfurter, allerdings kam er bisher – wenn überhaupt – nur von der Bank. Ein Muskelfaserriss hat ihn zuletzt zurückgeworfen, deshalb dürfte es momentan schwer für ihn werden, sich für einen Startelf-Einsatz zu empfehlen.

Antonio Fischer: Der 20-Jährige Linksverteidiger kommt auf seiner Position nicht an Corbin-Ong vorbei. Noch ohne Einsatz.

Stefan Maderer: Kam aus Fürth, spielt bislang aber ebenfalls noch keine Rolle – der Stürmer kommt bislang nur auf fünf Minuten in der 3. Liga. Aktuell fehlt er wegen Rückenproblemen.

Leon Hammel: Im vergangenen Jahr war das Talent an den TuS Erndtebrück ausgeliehen. Roland Vrabec baut aber offenbar nicht auf ihn.