Hansa Rostock: Auch Pieckenhagen formuliert Ziele defensiv

Wohin führt der Weg der Kogge?

Martin Pieckenhagen als Sportvorstand an der Seitenlinie

Blick in die Zukunft: Hansa Rostocks Sportvorstand Martin Pieckenhagen. ©Imago/Eibner

Kurz nachdem Jens Härtel beim FC Hansa Rostock als neuer Trainer übernahm, ließ er durchblicken, dass sein Blick anstatt in die obersten Tabellenregionen, wohin die ambitionierte Kogge eigentlich wollte, in Richtung Abstiegskampf geht.

Sportvorstand Martin Pieckenhagen schlägt nun in dieselbe Kerbe. „Ziele, die vor einem Jahr formuliert wurden, gelten nicht mehr“, so Pieckenhagen im Interview mit dem Kicker (Ausgabe vom 25.2.2019). Die zwei Niederlagen direkt nach der Winterpause hätten „gezeigt, wie schnell man in dieser Liga unten reinrutschen kann“.

Aktuell steht Hansa mit 33 Punkten auf Platz elf. Der Abstand zu den Abstiegsrängen beträgt sieben Punkte, der Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsrang drei allerdings nur zwei Zähler mehr.

Wir wollen erstmal den Klassenerhalt sichern. (Martin Pieckenhagen)

Dennoch bestehen bei den Rostockern dahin momentan keine Ambitionen, wenn man Pieckenhagens Formulierungen glauben darf:  „Wir wollen deshalb erst mal den Klassenerhalt sichern. Wenn wir das geschafft haben, freue ich mich fünf Minuten, und dann überlegen wir uns, was wir nächstes Jahr vorhaben.“

Realität vs Anspruch

In den Aussagen des Sportvorstands steckt freilich eine gesunde Portion Realismus, ein Aufstieg in dieser Saison liegt in weiter Ferne. Dennoch strebt das Rostocker Umfeld natürlich nach mehr als dem Klassenerhalt in Liga drei.

Dieser wiederum, ist für die Kogge wahrscheinlich, sodass sich Pieckenhagen danach mit den Planungen für die kommende Saison beschäftigen kann. Ein erneuter personeller Umbruch, wie es ihn in den vergangenen beiden Jahren an der Ostsee gab, ist bei den Fans kaum gewünscht, ob er vermeidlich ist, ist noch offen.

Stünde der Klassenerhalt fest, könnte Trainer Jens Härtel jedenfalls bereits auf die Spieler verstärkt bauen, die in der nächsten Saison als Leistungsträger vorangehen könnten. Merveille Biankadi könnte dies aufgrund seiner fußballerischen Anlagen zugetraut werden, auch Julian Riedel muss, sollte sich Oliver Hüsing tatsächlich verabschieden, mehr Verantwortung übernehmen und Jonas Hildebrandt, der aktuell eher eine Nebenrolle spielt, hat bereits gezeigt, dass mit ihm im Mittelfeld zu rechnen ist.

Im Endeffekt sind das aber nur einzelne Teile im zu erwartenden Personal-Puzzle für die kommende Saison. Wenn das von Pieckenhagen formulierte Ziel Klassenerhalt erreicht ist, beginnt die Arbeit für ihn wohl erst richtig.

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