Hansa Rostock: Aufregung um erneutes Daten-Leck

Vertrauliche Inhalte aus Spieler-Vertrag veröffentlicht

Rostocks Fans von Datenlecks bei Hansa überrascht

Verwunderung über Datenlecks: Hansa Rostocks Fans © imago

Große Aufregung bei Hansa Rostock: Durch ein erneutes Daten-Leck sind bei den Hanseaten vor dem ersten Saisonheimspiel am Samstag gegen Auftaktspitzenreiter SG Sonnenhof Großaspach vertrauliche Inhalte eines gültigen Spieler-Vertrages an die Öffentlichkeit gelangt.

Wir müssen von einer kriminellen Handlung ausgehen. (Hansa-Vorstandschef Robert Marien)

Die Bild-Zeitung (Ausgabe vom 28.07.2017) veröffentlichte anonym zugespielte Details zu Grundgehalt und Prämien sowie weitere Regelungen im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Vereins und Einsatzzeiten des namentlich nicht genannten Profis. „Wir müssen von einer kriminellen Handlung ausgehen“, sagte Rostocks Vorstandschef Robert Marien der Bild und kündigte eine Strafanzeige gegen Unbekannt an.

Hansa-Leaks werfen Sicherheitsfragen auf

Den „Hansa-Leaks“ zufolge sind die Bezüge der Rostocker Profis offenbar nach verschiedenen Kriterien gestaffelt. Ab Rang 15 fließen beispielsweise 200 Euro Punktprämie, für eine Platzierung in der Aufstiegsregion ist der Bonus doppelt so hoch.

Im Aufstiegsfall erhöht sich das nicht veröffentlichte Grundgehalt auf 7500 Euro. Ab 30 Saisoneinsätzen erfolgt ein monatlicher Aufschlag von 500 Euro. Bei der Suche nach der Quelle für die internen und höchst sensiblen Daten tappt Hansa noch im Dunkeln. Marien schloss mit Hinweis auf die Sicherheitsmaßnahmen des Klubs allerdings aus, dass die Informationen durch eine undichte Stelle im Verein oder gar den betroffenen Profi selbst an die Öffentlichkeit gelangt sein könnten.

Unabhängig vom Ausgang der internen Untersuchungen wirft der Vorgang Fragen nach dem Umgang bei Hansa mit vertraulichen Daten auf. Vor zwei Jahren stürzte Rostocks damaliger Vorstandsboss Michael Dahlmann letztlich aufgrund von Hinweisen auf seine engen Kontakte zur Ultra-Szene durch einen veröffentlichten E-Mail-Verkehr.

Außerdem war erst vor etwas mehr als zwei Monaten ein als intern eingestuftes Strategiepapier des damaligen Trainers Christian Brand und von Sportchef Rene Schneider mit Einschätzungen über Hansa-Spieler an die Öffentlichkeit gelangt.

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