Hansa Rostock: Bischoff macht Appetit auf mehr

Aufstiegszone für Kogge in Reichweite

Ohne Ball mit Blick nach oben: Rostocks Kapitän Amaury Bischoff

Liebäugelt mit Aufstiegszone: Hansa-Kapitän Amaury Bischoff © imago/osnapix

Nach der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den bisherigen zwei Spielen nach der Winterpause reifen bei Hansa Rostock allmählich ernsthafte Träume vom Aufstieg in die zweite Liga. Angesichts ihres Vormarsches ist das Thema auch für die Spieler nur noch bedingt ein Tabu.

Vielleicht ist mit uns noch zu rechnen. (Hansa-Kapitän Amaury Bischoff)

Kapitän Amaury Bischoff hielt sich nach dem 2:0-Erfolg bei Aufsteiger SV Meppen in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 05.02.2018) zwar noch an die offiziell geltende Zurückhaltung und will weiter „von Spiel zu Spiel schauen“. Doch etwas Appetit auf mehr wollte der 30-Jährige den seit sechs Jahren auf die Rückkehr ins Unterhaus wartenden Fans der Kogge auch machen: „Vielleicht ist mit uns diese Saison noch zu rechnen.“

Sechs Siege in sieben Spielen seit November

Auf der Rechnung für das Aufstiegsrennen steht Rostock dabei längst. Durch sechs Siege in den vergangenen sieben Begegnungen seit Mitte November – nur das letzte Spiel vor Weihnachten gegen die Sportfreunde Lotte ging verloren (0:3) – ist die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev als Tabellenvierter in unmittelbare Nähe der Aufstiegsregion vorgerückt. Rostocks Abstand zum SV Wehen Wiesbaden auf dem Relegationsrang beträgt bei einem Spiel Rückstand nur noch drei Punkte.

Dotchev vermied allerdings in seiner Bewertung der wiederum überzeugenden Mannschaftsleistung in Meppen das Aufstiegsthema. „Kampfgeist und Moral haben gestimmt, ich freue mich sehr über die drei Punkte“, meinte der Bulgare nur.

Die Zurückhaltung des Hansa-Coaches muss beinahe schon als Understatement verstanden werden. Ohne Frage gehört Rostock spätestens seit dem Erfolg in Meppen zu den Kandidaten für den Aufstieg, zumal Hansas eigene Verfolger wie Fortuna Köln oder der Karlsruher SC am vergangenen Wochenende an Boden auf die Hanseaten verloren haben.

Ganz offenkundig hat Trainer-Routinier Dotchev mit der Mannschaft, für die der Aufstieg ursprünglich erst für 2019 das Ziel sein sollte, schneller als erwartet Fortschritte gemacht. Abwehrchef Oliver Hüsing konstatierte jedenfalls in der Schweriner Volkszeitung nach der Rückkehr aus Meppen „eine Weiterentwicklung“ und verband seine Analyse mit der Hoffnung auf weitere Erfolge: „Da müssen wir weitermachen.“