Hansa Rostock: Breier alleine reicht nicht

Härtel bemängelt Torausbeute

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 06.07.2020 | 09:14
Hansa-Angreifer Pascal Breier.

15 Treffer konnte Pascal Breier in dieser Saison bejubeln. ©imago images/Christian Schroedter

Das kleine bisschen Resthoffnung, welches Hansa Rostock vor dem letzten Spieltag hatte, hat sich bekanntlich nicht erfüllt. Statt Vorbereitung auf die Relegation heißt es an der Ostsee nun Vorbereitung auf die kommende Spielzeit. An deren Beginn steht üblicherweise die Saison-Analyse, in welche Trainer Jens Härtel bereits kurz nach der 2:4-Niederlage gegen Chemnitz einstieg.

„Wenn du nur einen hast, der zweistellig trifft, ist das zu wenig. Wir haben zu wenig Tore geschossen“, erklärte er mit Blick auf die 52 Tore, die seine Mannschaft erzielen konnte. Zum Vergleich: Elf Teams konnten häufiger jubeln. Hinter Pascal Breier, mit 15 Treffern der von Härtel angesprochene Akteur mit zweistelliger Torquote, klafft bereits eine große Lücke.

Aufwärtstrend bei Verhoek

HSV-Leihgabe Aaron Opoku und John Verhoek waren je fünf Mal erfolgreich und liegen damit auf dem geteilten zweiten Platz des internen Torjägerrankings. Während Flügelstürmer Opoku an die Elbe zurückkehrt, ist Sturmtank Verhoek auch über den Sommer hinaus an Hansa gebunden.

Der Niederländer, der im Vorjahr im Trikot des MSV Duisburg ohne Liga-Treffer blieb und daher nicht mit dem ganz großen Selbstvertrauen an der Ostsee aufschlug, benötigte etwas Anlaufzeit. In der Hinrunde noch ohne eigenen Treffer, fand sich der 31-Jährige nach dem Jahreswechsel immer besser zurecht, acht seiner neun Torbeteiligungen erzielte er ab Mitte Februar.

Achse für die kommende Saison ist da

Diese positive Entwicklung gilt es fortzuführen, damit Breier in der kommenden Spielzeit nicht mehr den Alleinunterhalter vor dem gegnerischen Tor geben muss. „Vielleicht sind wir zu schnell zufrieden in Phasen, in denen es läuft“, hat Härtel neben der Torausbeute auch in Sachen Gier noch Luft nach oben festgestellt.

Diese Gier muss aber nicht zwangsläufig von Außen, sprich durch Neuzugänge, kommen. „Das kann auch wachsen“, hofft Härtel, dass die Mannschaft nach zwei Mal Platz sechs Hunger auf mehr hat. Mit Markus Kolke, Julian Riedel und Breier verfügt er bereits über eine Achse. Auch Stammspieler und Leistungsträger wie Sven Sonnenberg, Nils Butzen oder Nico Neidhart stehen für die kommende Saison unter Vertrag.