Hansa Rostock: Datenleck-Affäre aufgeklärt

Hotel-Mitarbeiter wollten Kasse machen

Hansa Rostock hat wieder ein Problem weniger

Bei Hansa Rostock ist die Welt wieder in Ordnung © imago

In der jüngsten „Hansa-Leaks“ bei Hansa Rostock sind die Täter ermittelt. Für die ungenehmigte Veröffentlichung von Inhalten eines Spieler-Vertrages vor Monatsfrist sind laut einem Bericht der Ostsee-Zeitung zwei Mitarbeiter eines von Hansa häufig genutzten Hotels in der Stadt verantwortlich.

Es gibt kein Datenleck bei Hansa. (Rostocks Vorstandschef Robert Marien)

Rostocks Vorstandschef Robert Marien kommentierte die Aufklärung des spektakulären Falles erleichtert. „Es gibt kein Datenleck bei Hansa“, konstatierte Marien. Bei dem geständigen Diebes-Duo, das die vertraulichen Daten per Email mehreren Medien angeboten hatte, handelt es sich um einen Angestellten des Hotels und einen externen Mitarbeiter der Herberge.

Täter in Eigenregie ermittelt

Nach intensiver Recherche kam der Vereinschef selbst den Tätern auf die Spur. Zum einen erschien Marien die Email-Adresse des Absenders sogar persönlich bekannt, und zum anderen berichtete der betroffene Spieler von seinem Gefühl, dass sein Gepäck im Zimmer nach einer Übernachtung in dem Hotel durchwühlt erschien.

Demnach hatten die Täter hatten die Unterlagen des Profis abfotografiert. Anschließen boten die Langfinger die Bilder von dem Arbeitspapier für vergleichweise wenig Geld – die OZ lehnte eigenen Angaben zufolge eine Offerte für 500 Euro ab – bei verschiedenen Medien an.

Durch die Publikation mehrerer Vertragsinhalte in einer Boulevard-Zeitung waren Ende Juli vor Rostocks Saisonheimpremiere gegen die SG Sonnenhof Großaspach beispielsweise Informationen über Punktprämien bekannt geworden. Außerdem machte das Blatt finanzielle Regelungen für den Fall des Aufstiegs in die zweite Liga öffentlich.

Das Hotel stellte seinen Angestellten frei und erteilte Hausverbot. Das Gleiche gilt für den Mitarbeiter einer externen Firma, der offensichtlich die Fotos gemacht hatte. Hansa zeigte beide Täter an. „Für uns ist die Angelegenheit damit erledigt“, sagte Marien.

Ungeachtet der grundsätzlichen Aufklärung des Falles ist offen, aus welchen Gründen der Spieler ein vertrauliches Dokument wie seinen Vertrag bei einer Hotel-Übernachtung mit sich führte. Ungewöhnlich erscheint außerdem, dass Marien die Email-Adresse eines Täters bekannt war.

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