Hansa Rostock: Dotchev fürchtet Benachteiligung

Zusätzliche Strapazen durch Nachholspiel

Hofft auf pragmatische Lösungen: Rostocks Trainer Pavel Dotchev

Fürchtet Nachteile durch Spielausfall: Hansa-Coach Pavel Dotchev © imago

Die kurzfristige Absage des Gastspiels bei der SG Sonnehof Großaspach sorgt bei Hansa Rostock über die vergeblichen Reisestrapazen hinaus für Verärgerung. Trainer Pavel Dotchev befürchtet durch die zusätzliche Belastung des erneuten Trips in den Süden für das fällige Nachholspiel im Aufstiegsrennen einen Wettbewerbsvorteil für die Konkurrenz.

Ein Riesennachteil. (Hansa-Coach Pavel Dotchev zu den Folgen der Spielabsage bei der SG Sonnenhof Großaspach)

Die Beanspruchung seiner Spieler durch die voraussichtlich an einem Wochentag erneut notwendige Fahrt über 800 km nach Großaspach sieht der Bulgare ausgesprochen kritisch. „Ein Riesennachteil“, meinte Dotchev in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 22.1.2018).

Rivalen ziehen Rostock vorerst davon

Der Unmut des 52-Jährigen ist nachvollziebar. Durch den Ausfall des Neustarts nach der Winterpause gerät Hansa angesichts der Erfolge der aktiven Konkurrenz zumindest psychologisch zusätzlich unter Zugzwang. Der SV Wehen Wiesbaden ist auf dem Relegationsrang wieder fünf Punkte enteilt, und auch Fortuna Köln zog erneut an der Kogge auf Platz vier vorbei.

Dotchev fordert zur Abmilderung wenigstens der organisatorischen Folgen eine pragmatische Ansetzung des Nachholspiels durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Coach hofft auf eine Terminierung für Mitte März vor oder nach dem Punktspiel beim nicht einmal 100 km von Großaspach beheimateten VfR Aalen.

Dotchev jedenfalls sieht in einer entsprechenden Lösung nur Vorteile: „Wir könnten nutzen, dass wir schon in der Region sind.“ Tatsächlich würde Hansa durch eine solche Ansetzung neben vierstelligen Reisekosten vor allem die Mühen von gut 1.500 Autobahn-Kilometern vermeiden.

Rostocks Kritik an der Absage nur noch wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff und angeblich unzureichenden Bemühungen um eine Austragung der Begegnung wies Großaspach inzwischen zurück. Das Fachmagazin kicker (Heft 8 vom 22.1.2018) berichtete außerdem, dass die Entscheidung von den DFB-Verantwortlichen über einen Ausfall trotz der bereits am Vorabend des Spiels erfolgten Hinweise der SGA auf die spieluntauglichen Platzverhältnisse durch die heftigen Schneefälle auf den Vormittag des Spieltages vertagt worden wäre.