Hansa Rostock: Dotchev hakt Aufstieg ab

Spielerische Unterlegenheit gegen Aalen

Pavel Dotchev vom FC Hansa Rostock

Muss jetzt das Ruder der „Kogge“ herumreißen: Pavel Dotchev. ©Imago/foto2press

Zwar jubelten die Rostocker nach dem späten Ausgleich durch Pascal Breier gegen den VfR Aalen, doch im Nachhinein machte der Punktgewinn auch keinen wirklichen Unterschied. Der Abstand auf die ersten drei Plätze ist so groß geworden, dass Trainer Pavel Dotchev das Saisonziel ad acta legt.

Zuviel geredet, zu schlecht gespielt

„Das Wort Aufstieg können wir vergessen“, sagte der Hansa-Coach nach der Partie bei Telekom Sport. Nach jetzt vier sieglosen Spielen in Folge ist diese Einschätzung zweifelsohne richtig. Abhängig von den anderen Ergebnissen könnte der Rückstand auf den dritten Rang am Ende des Spieltags sogar schon zehn Punkte betragen.

Das Wort Aufstieg können wir vergessen. (Pavel Dotchev)

Fast noch besorgniserregender als die Tabellensituation sind aber die Feststellungen zur Leistung gegen den vor dem Spieltag Tabellenvorletzten aus Aalen. „Den Punkt haben wir nicht verdient“, räumte Pavel Dotchev ein.

Zwei Gründe seien dafür ausschlaggebend gewesen. Zum einen habe er es mit den angekündigten Gesprächen unter der Woche übertrieben, wodurch seine Mannschaft zuviel nachgedacht habe. „Aalen war spielerisch überlegen“, lautete dagegen die zweite Begründung des 53-Jährigen.

Aalen war spielerisch überlegen. (Pavel Dotchev)

Nun gehört trotz allem Lob, das der VfR in den letzten Wochen trotz fehlender Ergebnisse bekommen hat, und dem auch von Ausgleichsschütze Pascal Breier angeführten Argument, Aalen stehe zu unrecht unten, die Elf von der Ostalb sicher nicht zur fußballerisch Elite der Liga. Stellt sich die Frage, an wem sich der FC Hansa letztlich auf spielerischem Gebiet – besonders in Heimspielen – messen lassen will.

Der kommende Gegner im Ostseestadion Energie Cottbus jedenfalls setzt auf andere Qualitäten als gepflegtes Aufbau- und Passspiel. Im Hinspiel reichte das immerhin für ein 3:0 über die „Kogge“. Pavel Dotchev ist also gefordert, möglichst schnell Lösungen zu finden, soll die Saison nicht vollends aus den Fugen geraten.

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